Nach der Commerzbank ist nun die Landesbank Berlin dran. Die Tochter LBB Invest zieht sich aus dem Engagement mit mit Agrarrohstoffen zurück. Ein einstelliger Millionenbetrag ist noch in vier entsprechende Fonds investiert, die wiederum im Agrarbereich investiert haben. „Bis spätestens Ende September werden wir alles verkauft haben“, sagte ein Sprecher der LBB Invest dieser Zeitung. Wahrscheinlich werde das Ziel schon früher erreicht.
Die Banken fürchten das Risiko eines Imageschadens und wollen Ärger mit Politikern und Verbraucherschützern vermeiden. „Wir haben uns der großen Linie der Branche und des LBB-Konzerns angeschlossen, keine solche Investitionen mehr zu tätigen“, sagte der Sprecher. Er betonte auch, dass die LBB-Tochter nicht mit Rohstoffen spekuliert oder in Fonds investiert habe, die auf die Preise von Lebensmitteln wetten. Es habe keine direkten Investitionen in Rohstoffe gegeben.
Im Frühjahr hatte die DekaBank als Fondstochter der Sparkassen angekündigt, entsprechende Geldanlagen nicht mehr anbieten zu wollen. Die LBB ist an der DekaBank beteiligt: Nach deren Angaben besitzen der Sparkassenverband Berlin und die LBB zusammen einen Anteil von 1,9 Prozent. Auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will voraussichtlich bis Ende des Jahres aus dem Geschäft aussteigen.
Umweltschützer und Entwicklungshilfe-Organisationen kritisieren Finanzanbieter schon seit längerem wegen Investmentprodukten im Zusammenhang mit Agrarrohstoffen. Sie machen diese Finanzprodukte für starke Preisschwankungen und Preisanstiege bei den Rohstoffen verantwortlich. Dadurch seien Lebensmittel in vielen Ländern in den vergangenen Jahren zeitweise teils deutlich teurer geworden.
Dabei ist durchaus umstritten, wie groß der Effekt von Spekulationen wirklich ist. Für die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch ist die Wirkung erheblich, sie hat eine Kampagne gegen die Geldhäuser initiiert. Größter Missetäter bleibt für Foodwatch die Deutsche Bank, weshalb die Verbraucher nun Druck auf das Institut ausüben sollen. (jam)
Die Enttarnung geheimer Geschäfte in Steueroasen beschäftigt Politik und Wirtschaft. Berichte und Hintergründe finden Sie in der Offshore Leaks-Themensammlung.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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