Im Tarifkonflikt um die Bezahlung des Bodenpersonals der größten deutschen Airline zeigte der bundesweite Warnstreik am Donnerstag Wirkung. Mehr als 670 von etwa 1.800 Flügen fielen nach Angaben der Lufthansa aus, darunter in Berlin-Tegel 89 Verbindungen.
Bundesweit haben sich nach Gewerkschaftsangaben etwa 8 000 Lufthanseaten an dem Warnstreik beteiligt, die meisten davon in Frankfurt am Main, aber auch in Berlin, Köln und München schlossen sich Mitarbeiter dem Ausstand an. „Wir sind selbst von der hohen Beteiligung überrascht“, sagte Christine Behle vom Verdi-Bundesvorstand. Für die Gewerkschafterin gibt es dafür nur eine Erklärung: „Die haben die Schnauze voll.“
Bereits am 21. März wurde der Frankfurter Flughafen Ziel des Tarifstreits zwischen Verdi und Lufthansa. Mit Plakaten machte das Bodenpersonal auf den Konflikt aufmerksam. Es bildeten sich lange Schlange an den Schaltern. Ein Rückblick in Bildern.
Foto: dpaMan dürfe nicht vergessen, dass die Frauen und Männer an den Check-in-Schaltern für ein Einstiegsgehalt von 1.500 Euro brutto im Monat arbeiteten. Jetzt wolle ihnen die Unternehmensführung weitere rund zehn Prozent wegnehmen. „Das geht nicht.“ Genau genommen fordert das Management zwei Jahre ohne Gehaltserhöhung, Höhergruppierungen soll es nicht geben. Und die Arbeitszeit soll um eine Stunde verlängert werden. Verdi-Chef Frank Bsirske bezeichnete diesen Katalog auf einer Kundgebung in Hamburg als „ein Programm des erklärten Lohnraubs und des Frontalangriffs“.
An diesem Freitag wird verhandelt. Eine Einigung wird es nicht geben. „Wir werden gar nicht über Zahlen sprechen“, erläutert Behle. Es gehe um die Sicherung von Beschäftigung und darum, dass die Lufthansa ihre Forderung nach der doppelten Nullrunde erst einmal zurücknimmt. In der darauffolgenden Verhandlungsrunde am 17. April könnte dann womöglich über die Lohnforderung von plus 5,2 Prozent verhandelt werden. Weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen.
Die Enttarnung geheimer Geschäfte in Steueroasen beschäftigt Politik und Wirtschaft. Berichte und Hintergründe finden Sie in der Offshore Leaks-Themensammlung.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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