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28. September 2014

Lufthansa: Tabubruch bei der Lufthansa

Ein Pilot der Lufthansa.  Foto: dpa

Die Lufthansa prüft offenbar externe Piloten einzusetzen. Nach Medienberichten plant das Unternehmen Piloten von einer Schweizer Fluggesellschaft für ihre neue Billiglinie zu mieten. Die Lufthansa würde damit ein jahrzehntealte Konzern-Tradition brechen.

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Die Lufthansa erwägt aus Spargründen den Einsatz externer Piloten auf Langstrecken. Einen ersten Versuch wolle Airline-Chef Carsten Spohr von November 2015 an bei dem neuen Günstigableger unter dem Kürzel «Jump» starten, berichtete der «Spiegel». Maschinen vom Typ Airbus A340 würden an die Schweizer Fluggesellschaft PrivateAir verliehen und samt eidgenössischem Cockpit-Personal zurückgemietet. Mit diesem Bruch einer jahrzehntealten Konzerntradition könnten touristische Ziele wie Las Vegas oder Mauritius angeflogen werden - und Kosten gespart werden.

Eine Lufthansa-Sprecherin sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa: «Es ist richtig, dass wir alternative Bereederungsmöglichkeiten für unsere 14 Airbus A340-300 prüfen.» Weitere Details nannte sie nicht.

Der Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), Jörg Handwerg, bestätigte der dpa, dass der geplante Schritt nicht gegen gültige Tarifverträge verstoße. Allerdings könnten sich dann Kunden nicht mehr darauf verlassen, dass in einem Lufthansa-Cockpit auch tatsächlich Lufthansa-Piloten säßen. Das wäre ein Novum, sagte Handwerg. «Wir bedauern, dass man so vorgeht.» (dpa)

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