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23. März 2013

Managergehälter: Deutsche Bank gibt sich bescheiden

 Von Sebastian Wolff
Bankchefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen.  Foto: REUTERS

Jetzt sagt mal noch einer, die großen Vorstände würden zu viel Geld verdienen! Die Führungsspitze der Deutschen Bank jedenfalls ist bescheidener geworden - der Vorstand hat ein Drittel weniger verdient als 2011.

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Jetzt sagt mal noch einer, die großen Vorstände würden zu viel Geld verdienen! Die Führungsspitze der Deutschen Bank jedenfalls ist bescheidener geworden - der Vorstand hat ein Drittel weniger verdient als 2011.

Die Führungsspitze der Deutschen Bank ist bescheidener geworden – jedenfalls ein bisschen. Im vergangenen Jahr hat der Vorstand des größten deutschen Geldhauses gut ein Drittel weniger verdient als 2011. Die Gesamtvergütung aller Top-Manager einschließlich ausgeschiedener Vorstände summierte sich auf 26,3 Millionen Euro. Das gab Aufsichtsratschef Paul Achleitner am Freitag bekannt. Ein Jahr zuvor hätten die Deutsche-Bank-Vorstände zusammen noch 40,1 Millionen Euro verdient.

Die beiden Bankchefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen verdienten jeweils 4,8 Millionen Euro. Damit kamen sie zusammen in etwa auf die Summe, die ihr Vorgänger Josef Ackermann im Jahr zuvor alleine einstrich: knapp zehn Millionen Euro. Vor allem Anshu Jain wird es verschmerzen können. Denn er konnte in den vergangenen Jahren bereits reichlich Vorsorge für die nun vergleichsweise mageren Zeiten treffen: Als Leiter des Investmentbankings der Bank dürfte er Brancheninsidern zufolge jahrelang hohe zweistellige Millionensummen verdient haben – und damit sogar deutlich mehr als sein damaliger Chef Ackermann.

Grund für den Gehaltsrückgang der Top-Manager ist der drastische Gewinnrückgang der Bank: 2012 verdiente sie nach Steuern nur 0,7 Milliarden Euro, 2011 waren es noch 4,3 Milliarden. Ein großer Teil des Gehalts der Deutsche-Bank-Manager besteht aus Boni. Weil es hierfür in Europa nun schärfere Regeln gibt, werden bei der Bank künftig voraussichtlich die Fixgehälter wieder steigen. Das erklärte die unabhängige externe Vergütungskommission der Bank. Ihr Argument: Nur so könne die Bank ihre Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen Geldhäusern erhalten, die nicht von den Bonus-Schranken betroffen seien.

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