Bonn. Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika kann kommen - die Fernsehübertragung ist gesichert. Ein Tarifstreit bei der Media-Broadcast in Bonn, die die TV-Bilder aus Südafrikas Fußballstadien in das internationale Fernsehzentrum überträgt, ist beigelegt.
Die gut 1000 Beschäftigten des Mediendienstleisters erhalten vom 1. Juli an 2,15 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Darauf hätten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der vierten Verhandlungsrunde geeinigt, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit. Der Einigung waren Warnstreiks und die Androhung einer "Sendepause" vorangegangen.
Die Vereinbarung sieht zudem ebenfalls zum 1. Juli eine Einmalzahlung von 350 Euro für Tarifbeschäftigte sowie von 300 Euro für beurlaubte Beamte vor. Bei der ehemaligen Telekom-Tochter Media Broadcast arbeiten überwiegend Techniker. Das Unternehmen betreibt unter anderem analoge und digitale Rundfunk- und TV-Sender, Satellitenstationen sowie internationale Übertragungsnetze und bietet Live-Übertragungen an.
750 Firmen sind Kunde
2008 wurde das Unternehmen für rund 850 Millionen Euro an die französische TDF-Gruppe verkauft, die sich als führender europäischer Anbieter von terrestrischen Übertragungsdienstleistungen und Infrastruktur für die Fernseh-, Hörfunk und Telekommunikationsbranche bezeichnet. 750 Firmen - von ARD, Sky, Telekom, Daimler, Postbank bis zum ZDF - sind Kunden von Media Broadcast.
In der abgelaufenen Bundesligasaison überspielte die Firma für den WDR die Bilder aus den Stadien ins Kölner Funkhaus. Auch wenn Thomas Gottschalks "Wetten, dass...?" läuft, sind die Techniker von Media Broadcast am Ball. (dpa)
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