Frankfurt. Der Postbank drohen einem Magazinbericht zufolge weitere Abschreibungen aufgrund von Geschäften mit der insolventen US-Bank Lehman Brothers . Laut "WirtschaftsWoche" könnten dies knapp 75 Millionen Euro sein.
Ein Postbank-Sprecher sagte dazu am Samstag: "Wir haben marktübliche Abschreibungen auf das Lehman-Engagement vorgenommen." Diese seien mit Wirtschaftsprüfern abgestimmt. Nach Lage der Dinge werde es keine neuen Wertberichtigungen dazu geben. Wie das Magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat die Post-Tochter mit Lehman versucht, über Transaktionsgeschäfte ihren Abschreibungsbedarf im vergangenen Jahr zu drücken.
Die Amerikaner hätten dabei Garantien für Zweckgesellschaften der Postbank übernommen. Im Gegenzug habe die Postbank eine Gebühr dazu bezahlt und Schuldverschreibungen von Lehman gekauft. Mit der Pleite der US-Investmentbank seien nun aber Garantien und Schuldverschreibungen wertlos.
Der Postbank-Sprecher bestätigte, dass es die Geschäfte mit Lehman im Herbst 2007 tatsächlich gegeben hat. Ein Sprecher der Deutschen Bank wies unterdessen die Behauptung aus dem Magazin-Bericht zurück, sein Haus sei inzwischen erbost über die Lage der Postbank: "Es gibt keine Unzufriedenheit mit der Postbank."
Die "WirtschaftsWoche" hatte geschrieben, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sei verärgert über die Situation der Postbank und halte sogar Ausschau nach neuen Führungspersönlichkeiten für die Post-Tochter.
Die Deutsche Bank hatte jüngst für rund 2,8 Milliarden Euro knapp 30 Prozent an der Postbank gekauft und sich die Option auf weitere Anteile gesichert. Inzwischen ist die Aktie der Postbank allerdings weniger als ein Drittel wert als die 57,25 Euro, die der deutsche Branchenprimus für seinen Einstieg im September berappen musste. (rtr)
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