Microsoft und Samsung schließen ein Patentabkommen und wollen kooperieren: Samsung muss dafür Patentzahlungen leisten.
Viele, viele bunte Smartphones. Sie laufen alle mit Android.
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Viele, viele bunte Smartphones. Sie laufen alle mit Android.
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Frankfurt –
Es ist ein Coup der besonderen Art, er könnte die Karten in der Mobilfunkbranche neu mischen. Samsung macht mit Microsoft gemeinsame Sache und Google spricht von Erpressung.
Der Reihe nach: Im Zentrum steht Android, das wichtigste Betriebssystem für Smartphones, Android ist so erfolgreich, weil es unter dem Patronat von Google durch eine weltweite Entwicklergemeinschaft geschaffen wurde. Handyhersteller können es kostenlos nutzen.
Die schnelle Entwicklung und Verbreitung war nur möglich, weil sich die Programmierer auch – sagen wir einmal – „inspirieren“ ließen, von dem was andere gemacht haben. Oft ist es enorm schwer zu entscheiden, ob es sich dabei um Ideenklau und Patentverletzungen handelt.
Könnte so das iPhone 5 aussehen?
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Könnte so das iPhone 5 aussehen?
Das Gerät wird dort unter dem Namen iPhone 5 verkauft. Es handelt sich dabei aber mit Sicherheit um ein Plagiat.
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Der Nachbau ist 7 Millimeter dünn, die Ecken sind wieder abgerundet. Damit unterscheidet es sich vom derzeit aktuellen iPhone-4-Modell und ähnelt eher dem 3GS-Modell.
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Interessant ist die China-Kopie insofern, als das dessen Herstellerfirma aus derselben Stadt kommt, in der auch die iPhones produziert werden. Das Billig-Imitat könnte dem Original ähnlich sehen.
Foto: Hersteller
Das iPhone 4 ist das derzeit aktuellste Apple-Telefon und inzwischen über ein Jahr alt (Verkaufsstart: Juni 2010).
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Die Gerüchteküche brodelt zurzeit kräftig. Technik-Blogs streiten um Erscheinungstermin und Look des neuen iPhones.
Foto: Apple
Viele Experten legen sich auf den Monat September für den Verkaufsstart fest. Wichtiges Indiz dafür: Im selben Monat soll auch die fünfte Version von Apples Betriebssystem für mobile Geräte – IOS5 – erscheinen.
Foto: Apple
Spekulationen gibt es außerdem über den Look des Nachfolge-Modells: Der Nachfolger soll ein größeres Display haben und insgesamt flacher sein. Auch soll das neue iPhone wieder eine stabile Rückseite haben, wie hier beim allerersten Modell (li.) oder dem 3G-Modell (re.).
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Unter der Haube soll der Nachfolger mit dem schnelleren Dual-Core-„A5“-Prozessor aus dem iPad 2 ausgestattet sein, die Kamera auf der Rückseite soll außerdem eine höhere Auflösung von acht Megapixel haben.
Foto: Dan Taylor/Wikimedia
Auf der chinesischen Internetseite gizchina.com sind Bilder eines iPhone-Nachbaus aufgetaucht.
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Fotostrecken Wirtschaft
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Produkte, die Steve Jobs berühmt machten
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Produkte, die Steve Jobs berühmt machten
Apple II (1977)
Das Nachfolgemodell, der Apple II, ist der erste Mikrocomputer, der eine hohe Verbreitung fand. Für das Design war immer noch hauptsächlich Wozniak verantwortlich…
Foto: Rama & Musée Bolo/Wikimedia
Apple II (1977)
… während Jobs sich weiterhin um das Marketing kümmerte.
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Apple IIc (1984)
Der Apple II erhielt in den darauffolgenden Jahren zahlreiche Updates und wurde noch bis 1993 weiterproduziert. Im Bild präsentieren Steve Jobs (li.), John Sculley (M., damals CEO) und Steve Wozniak (re.) den neuen Apple IIc in San Francisco.
Foto: dapd
Apple Lisa (1983)
Ein Besuch im Forschungszentrum von Xerox im kalifornischen Palo Alto inspirierte Steve Jobs zur Entwicklung des Apple Lisa. Es wurde der erste Personal Computer, der über eine Maus und ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche verfügte. Wirtschaftlich war der „Lisa“ ein Flop, nur wenige waren bereit den Preis von 10.000 US-Dollar dafür zu bezahlen.
Foto: Alan Light/Wikimedia
Macintosh (1984)
Ein echtes Erfolgsprodukt war dagegen der Apple Macintosh, der erste Mikrocomputer mit grafischer Benutzeroberfläche, der – jetzt deutlich günstiger – in großer Stückzahl produziert wurde.
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NeXT Computer (1985)
Nach einem verloren Machtkampf verließ Steve Jobs Apple und gründete die Computerfirma NeXT, Inc. Die NeXT-Computer waren zwar nicht besonders erfolgreich, leisteten aber bedeutende Beiträge für die Fortschritte der Informationstechnologie, wie zum Beispiel die Entwicklung des ersten Internet-Browsers. Das Betriebssystem NeXTStep bildet heute noch die Grundlagen für das derzeitige Apple-Betriebssystem Mac OS X.
Foto: Ballistic Coffee Boy/Flickr
Pixar (1986)
Parallel zu NeXT gründete Jobs mit Edwin Catmull auch noch das Computerzeichentrickfilm-Studio Pixar, Inc. Mit computeranimierten Filmen wie „Toy Story“ hatte die ehemalige Grafikabteilung von Lucasfilm ihren ersten großen Erfolg. Seit 2006 gehört Pixar zum Disney-Konzern. Jobs gehört seitdem zum Verwaltungsrat von Disney und ist mit sechs Prozent deren größter Einzelaktionär.
Foto: tom.arthur/Flickr
iMac (1998)
Steve Jobs kehrte 1996 zurück zu Apple, ein zu diesem Zeitpunkt angeschlagener Konzern. Der Erfolg kehrte zurück mit der Einführung des iMac durch Jobs. Das „All-in-one“-Gehäuse mit dem radikal neuen Design und die einfache Bedienbarkeit des Geräts knüpfte an frühere Erfolge an.
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iPod (2001)
Der iPod war nicht das erste digitale und tragbare Medienabspielgerät, aber das erste erfolgreiche. Und er war außerdem der Wegbereiter für eine weitere Erfindung, die Steve Jobs sich auf die Fahnen schreiben kann…
Foto: strollers/Flickr
iTunes Store (2003)
Mit dem iTunes Store präsentierte Apple die erste bequeme Lösung, im Internet Musik zu kaufen. Bis zum Jahr 2008 war der Store der größte Einzelhändler für Musik in den USA.
Foto: swanksalot/Flickr
iPhone (2007)
Die Einführung des iPhone ist für die Entwicklung der mobilen Telefonie in etwa so wichtig gewesen, wie die Einführung des Macintosh für die Computer-Welt. Das US-Magazin Time wählte es zur „Erfindung des Jahres 2007“. Seine Touchscreen-Oberfläche und das Prinzip der Apps ist inzwischen Standard bei modernen Smartphones.
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iPad (2010)
Schon lange vor der Einführung des iPads gab es Tablet-Computer, auch von Apple. Doch keines wurde zu so einem Erfolg. Wieder einmal stellte Apple den Computer-Markt vom Kopf auf die Füße.
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Steve Jobs trat am 24. August 2011 als CEO von Apple zurück und wurde zum Vorsitzenden des Verwaltungsrates gewählt.
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Übernehmen soll das Ruder nun der langjährige Geschäftsführer Tim Cooks, doch auch Jobs bleibt dem Konzern erhalten: Er wird Chef des Apple-Verwaltungsrates.
Foto: dapd
Apple I (1976)
Apple’s erstes Produkt war ein von Steve Wozniak entwickelter Computer für Heimanwender, der aber noch nicht in großer Stückzahl produziert wurde. Steve Jobs war für die Vermarktung des Geräts verantwortlich.
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Kyro/Flickr
Fotostrecken Wirtschaft
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Jedenfalls gibt es eine unüberschaubar große Zahl von Klagen und Gegenklagen in der Mobilfunkbranche, das alles dient letztlich nur dazu, die jeweilige Marktposition im harten Wettbewerb stärken zu wollen. Jeder gegen fast jeden, lautet das Motto. Aber eben nicht Samsung gegen Microsoft. Die beiden Giganten rauchen die Friedenspfeife, sie tauschen untereinander Patente aus, die Firmen dürfen das geistige Eigentum der jeweils anderen nutzen.
Noch viel wichtiger ist, dass Samsung sich bereiterklärt hat, Patentzahlungen wegen Android an Microsoft zu leisten. Das heißt: Die Südkoreaner erkennen de facto an, dass mit Android Patentrechte von Microsoft verletzt werden.
Experten mutmaßen, dass dies eine Kettenreaktion auslösen könnte und auch andere Handyhersteller demnächst für Android zahlen. Das würde diese Software verteuern, Android könnte ins Hintertreffen geraten.
Darüber ärgern sich Google-Manager natürlich maßlos. Denn das könnte die Mobilfunkpläne des Konzerns heftig durcheinander bringen. Der hat sich gerade die Mobilfunksparte von Motorola gekauft. Wozu? Um viele neue Android-Handys auf den Markt zu bringen.
Kein Wunder also, dass Google jetzt Microsoft Erpressung vorwirft. Es sei dieselbe Taktik wie immer, so ein Google-Sprecher. Microsoft schaffe es nicht im Smartphone-Geschäft erfolgreich zu sein, deshalb drohe das Unternehmen mit rechtlichen Schritten, erpresse so „Gewinne aus der Leistung anderer“ und bremse damit Innovationen. So ganz schlüssig ist diese Argumentation freilich nicht. Denn mit der „Leistung anderer“ ist Android gemeint, und da ist ja durchaus fraglich, wer von wem geklaut hat.
Raus aus der Abhängigkeit
Samsung jedenfalls geht mit dem Deal auf Nummer sicher. Der Konzern setzte bislang auf Android, doch nach dem Google-Motorola-Deal gibt es die berechtigte Befürchtung, dass Motorola bei Android-Neuerungen künftig bevorzugt wird.
Durch die Kooperation erhält Samsung Zugriff auf Microsofts Betriebssystem Windows Phone. Das ist eine Art strategischer Ausweg aus der Abhängigkeit von Android. Windows Phone und seine Vorläufer waren bislang allerdings ziemlich erfolglos, die Marktanteile der Software von Microsoft liegen deutlich unter der Fünf-Prozent-Marke. Das könnte sich durch die Koreaner nun ändern, denn die sind im Smartphone-Geschäft weit vorne. Das Modell Galaxy etwa gewinnt ständig Vergleichstests. Branchenkenner schreiben ihm eine deutlich größere Leistungsfähigkeit als dem iPhone von Apple zu.