Der führende Hersteller von Motorsägen verlagert einen Teil seiner Produktion nach Deutschland. Stihl-Vorstandschef Bertram Kandziora sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Fertigung von rund 50.000 Motorsägen werde im Laufe des kommenden Jahres von Brasilien in die Werke am Stammsitz Waiblingen in Baden-Württemberg verschoben.
Aufgrund der starken Währung Real habe Brasilien beim Export an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Zudem wolle Stihl Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Bei der aktuellen Verlagerung geht es allerdings nur um 25 Stellen, die hierzulande gesichert werden sollen. In Brasilien fallen die Jobs im Gegenzug weg, teilte Stihl der FR auf Anfrage mit.
Bereits Anfang 2009 hatte Stihl die Produktion von 90.000 Motoreinheiten von den USA und Brasilien nach Deutschland verlagert, um die Stammbelegschaft zu sichern. Dies geht auf den unternehmenseigenen Beschäftigungs- und Standortsicherungsvertrag zurück, der im Juli für weitere sechs Jahre fortgeschrieben wurde. Demnach darf die Stammbelegschaft in Deutschland bis Ende 2015 nicht unter 3300 sinken, betriebsbedingte Kündigungen sind in diesem Zeitraum ausgeschlossen. Weltweit beschäftigt Stihl knapp 11.000 Menschen.
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