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Nach Selbstmordserie: Foxconn zahlt Hinterbliebenen nichts mehr

Nach einer Reihe von Selbstmorden der Mitarbeiter zahlt der Elektronikhersteller Foxconn Hinterbliebenen keine Entschädigung mehr. Schließlich bekämen die Arbeiter schon höhere Löhne.

Die Proteste gegen Foxconn, wie hier vor einem Apple-Geschäft in Hongkong, zeigten Wirkung: Die Löhne wurden erhöht. Doch Hinterbliebene von Mitarbeitern, die sich selbst töten, bekommen keine Entschädigung mehr vom Unternehmen.
Die Proteste gegen Foxconn, wie hier vor einem Apple-Geschäft in Hongkong, zeigten Wirkung: Die Löhne wurden erhöht. Doch Hinterbliebene von Mitarbeitern, die sich selbst töten, bekommen keine Entschädigung mehr vom Unternehmen.
Foto: afp
Taipeh –  

Der weltweit größte Elektronikhersteller Foxconn will keine Entschädigungen mehr an Hinterbliebene von Mitarbeitern in China zahlen, die Selbstmord begangen haben. Das teilte das taiwanesische Unternehmen am Donnerstag in Taipeh mit.

Die Entscheidung ist den Angaben zufolge Teil einer Initiative, in deren Rahmen Foxconn unter anderem die Löhne seiner Beschäftigten deutlich erhöht und Hinterbliebenen Trauerdienste anbot.

Chinesischen Medienberichten zufolge hatte das Unternehmen Hinterbliebenen bis zu 100.000 Yuan (etwa 12.100 Euro) gezahlt. Das Unternehmen selbst erklärte, die Zahlungen seien individuell festgelegt worden. Beobachter hatten spekuliert, einige Arbeiter könnten sich umgebracht haben, um Zahlungen für ihre Verwandten zu erhalten.

In dem Werk des IT-Herstellers in der chinesischen Sonderwirtschaftszone Shenzhen hatten sich seit Beginn des Jahres zehn Mitarbeiter das Leben genommen, ein elfter in einem Werk im Norden Chinas. Arbeitsrechtler machten für die Suizide schlechte Arbeitsbedingungen bei niedrigen Löhnen verantwortlich. Die Selbstmorde schürten bei den Verantwortlichen Angst vor sozialen Unruhen. China konnte bislang vor allem aufgrund seiner niedrigen Löhne als Wirtschaftsstandort auftrumpfen. (afp)

Selbstmorde bei Foxconn - Apple unter Druck

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Datum:  10 | 6 | 2010
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