Berlin. Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) arbeitet künftig für den Autokonzern BMW. "Er unterstützt uns bei unserer Nachhaltigkeitsstrategie", sagte ein BMW-Sprecher am Samstag auf ddp-Anfrage. Details zum Umfang der Tätigkeit wollte er nicht nennen.
Laut "Spiegel" soll der ehemalige Grünen-Politiker "Ideen und Denkanstöße" geben, wie das Öko-Bewusstsein bei allen Mitarbeitern des Konzerns weiter gestärkt werden kann. Der frühere Vizekanzler sei aus Sicht von BMW die erste Wahl für den Job, schreibt das Magazin.
Kaum jemand sonst könne "gewichtiger" und "glaubwürdiger" über Nachhaltigkeit sprechen, zitiert das Blatt aus Konzernkreisen. Zudem verfüge er aufgrund seiner internationalen Erfahrung über einen reichen Schatz an Ideen.
Nach Informationen der "Bild am Sonntag" ist neben BMW auch der Energiekonzern RWE Kunde von Fischers neu gegründeter Beratungsfirma Joschka Fischer & Co., die in diesem Herbst ihr Büro in Berlin eröffne.
Partner Fischers sei der ehemalige Grünen-Fraktionssprecher Dietmar Huber. Fischer arbeitet zudem als Berater für das Pipeline-Projekt "Nabucco", mit dem künftig Erdgas von Zentralasien nach Europa transportiert werden soll. (ddp)
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