Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni wegen der kräftigen Frühjahrsbelebung auf 3,153 Millionen gesunken - und damit nun fast so niedrig wie vor der Wirtschaftskrise. Von Eva Roth
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni wegen der kräftigen Frühjahrsbelebung auf 3,153 Millionen gesunken - und damit nun fast so niedrig wie vor der Wirtschaftskrise.
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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni wegen der kräftigen Frühjahrsbelebung auf 3,153 Millionen gesunken - und damit nun fast so niedrig wie vor der Wirtschaftskrise.
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Nürnberg. Der Mitarbeiter des Statistischen Bundesamts ist selbst über das Ergebnis seiner Recherche überrascht: "Tatsächlich", sagt er am Telefon, "es ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung": Im Mai dieses Jahres gab es in Deutschland mehr Erwerbstätige als je zuvor seit der deutschen Einheit: 40,28 Millionen. Zum ersten Mal seit Mitte 2009 ist die Beschäftigung im Jahresvergleich wieder gestiegen. Besonders stark hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs erhöht.
Fachleute kommen aus dem Staunen nicht heraus: Zuerst wunderten sie sich, dass der wirtschaftliche Einbruch die Arbeitslosigkeit nur leicht erhöht hat. Jetzt kommt die Erholung schneller und stärker als gedacht. So gab es im Juni - bereinigt um statistische Beschönigungen - 180.000 Jobsuchende weniger als ein Jahr zuvor. 3,15 Millionen Menschen waren noch offiziell arbeitslos. Das ist der niedrigste Stand in einem Juni seit 1992. Bereits im kommenden Monat könnte die Zahl sogar wieder unter die Drei-Millionen-Marke sinken, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise.
Prognose gehoben
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr angehoben. So werde für das Bruttoinlandsprodukt ein Anstieg von 1,9 Prozent erwartet, teilten die Forscher am Mittwoch in Berlin mit. Im April hatten sie noch einen Anstieg von 1,7 Prozent erwartet. Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft um 4,9 Prozent eingebrochen. Für das kommende Jahr senkte das Institut seine Wachstumsprognose von zuletzt 1,8 auf 1,7 Prozent. (ddp)
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Bei der Bewältigung der Krise ist die Bundesrepublik damit klar Europameister. Seit Frühjahr 2008 hat sich die Wirtschaftskrise auf den Jobmärkten in Europa bemerkbar gemacht. Es gibt nur ein einziges Land, in dem die Arbeitslosenrate seither gesunken ist: Deutschland. Das belegen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat, die die Quoten in allen Ländern nach einer einheitlichen Methode erhebt, damit sie vergleichbar sind. Deutschland hat damit auch die USA weit hinter sich gelassen. Dort hat sich die Arbeitslosenquote verdoppelt.
Berufe - wie angesehen sie sind
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Berufe - wie angesehen sie sind
Platz 29: Sie versprechen Schutz vor Schaden - und kassieren erstmal für ihre Hilfe beim Ausfüllen: Versicherungsvertreter stehen in der Beliebtheitsliste der Deutschen ganz unten. Nur zwölf Prozent der Befragten erkennen bei ihnen ein hohes Ansehen.
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Platz 27: Wegen gleicher Punktzahl springen wir gleich zwei Plätze weiter. Bei rosa sehen manche schwarz. Dass Beschäftigte der Deutschen Telekom besonders angesehen seien, zu dieser Aussage können sich gerade einmal 16 Prozent der Befragten durchringen. Tendenz: steigend.
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Platz 27: Sie erfinden Sprüche, die die halbe Welt kennt, und reizende Verpackungen dazu. Dennoch - oder deshalb? - trauen viele Beschäftigten in Werbeagenturen offenbar nicht über den Weg. 16 Prozent mit fallender Tendenz.
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Platz 26: Für die Kunstfigur Horst Schlämmer begeistern sich die Deutschen, für echte Politiker kaum. Besondere Achtung können 23 Prozent sehen - immerhin drei Prozentpunkte mehr als 2007 und zwei mehr als 2008.
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Platz 25: Um fünf Prozentpunkte steigt das Ansehen von Gewerkschaftsfunktionären - jetzt auf 28 Prozent. Allerdings schadet unseres Erachtens der Anhang "Funktionär" jeder Berufsgruppe.
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Platz 24: Im eigenen Haus hat man sie nicht gerne. Aber immerhin ist die Freude groß, wenn sie einen großen Fisch an (Steuer-)Land ziehen. Steuerinspektoren kommen auf 32 Prozent (plus vier).
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Platz 23: Die Beamten haben deutliche Zuwachsraten im Ansehen. Von 27 Prozent arbeiteten sie sich in zwei Jahren auf 33 Prozent hoch. Vielleicht tragen ja solche lustigen Umfragen wie diese zur Erkenntnis bei, dass Beamte nicht langweilig sein müssen.
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Platz 22: Der Absturz des Jahres. Ein Minus von beachtlichen neun Prozentpunkten haben sich die Manager eingebrockt. Dafür gibt's keinen Bonus. Nur noch 28 Prozent sagen, Manager sind hoch angesehen.
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Platz 21: Sparkassen galten vor nicht allzu langer Zeit als eher langweilig. Doch in der Finanzkrise punkteten sie als zuverlässig. Das zeigt sich auch im Ansehen: Es steigt seit 2007 um vier auf 37 Prozent.
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Platz 20: "Die Fahrausweise bitte" - wer so am Morgen Menschen aus den Schlaf weckt, macht sich wenig beliebt. Aber Schaffner haben wohl auch ihre Vor-Züge - sonst kämen sie nicht auf 38 Prozent.
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Platz 19: Hat der Bankangestellte Sie gut beraten? 36 Prozent der Befragten schätzen jedenfalls Menschen mit diesem Beruf. Das sind zwei Prozent weniger als 2007 - und beachtliche fünf Prozent weniger als 2008.
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Platz 18: Viele Kabel und Geräte sind nötig, damit EDV-Sachbearbeiter ihre Daten eingeben können. Eine Beschäftigung, die oft Konzentration und Durchhaltevermögen erfordert. Dennoch sind die Vertreter dieses Berufs nur durchschnittlich angesehen - 39 Prozent.
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Platz 17: Sie sitzen in seltsamen, ufo-artigen Gebäuden und grübeln vor ihren Rechnern - und sind gar nicht soooo wenig beliebt, wie oft behauptet. 46 Prozent der Befragten sagen, Journalisten hätten ein hohes Ansehen.
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Platz 16: Steuerberater helfen, Geld zu sparen - und wollen Geld dafür. Dieses unter dem Strich manchmal ausgewogene Verhältnis spiegelt sich in einer Mittelfeld-Position in der Hitliste wider: 47 Prozent - konstant seit drei Jahren.
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Platz 15: Studienräte sind Beamte im höheren Dienst, die meist im Klassenzimmer arbeiten. In der Schule sind sie höher angesehen als einfache Lehrer, bei der Mehrheit der Deutschen verhält es sich anders herum. Studienräte stehen bei 53 Prozent der Befragten hoch im Kurs. Das Lehrerergebnis kommt noch.
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Platz 14: Manche Arbeiten gelten als einfach, sind aber dennoch unerlässlich. 59 Prozent der Deutschen schätzen ihren Briefträger - mit sieben Prozent die größte Steigerungsrate verglichen mit dem Jahr 2007.
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Platz 12: Weil sich nicht jeder das Gesetzbuch unter den Arm klemmen will, gibt es Anwälte. 58 Prozent der Befragten schätzen sie.
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Platz 12: Hier wird ein Chefsessel hergestellt - wer hier mal drauf sitzt, kann sich als Unternehmer der Anerkennung von 58 Prozent der Befragten sicher sein.
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Platz 11: Ein dichtes Haus ist eine sinnvolle Sache. Kein Wunder, dass man Dachdecker gerne sieht. Ergebnis: 62 Prozent.
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Platz 10: Willkommen in der Top-Ten. Techniker haben bei 64 Prozent der Befragten hohes Ansehen.
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Platz 7: Hier nun kommen wie versprochen die Lehrerinnen und Lehrer. Bei 67 Prozent der Deutschen sind sie hoch angesehen - wer hätte das gedacht. Die jüngsten Befragten sind übrigens 14 Jahre alt.
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Platz 7: Müllmänner kommen ebenfalls auf 67 Prozent. - Bei dieser Gelegenheit eine kleine Zwischenbilanz: Herkömmliche Lehrer sind zwar deutlich beliebter als höhere Studienräte - aber zugleich genauso angesehen wie Müllmänner. Was zeigt: Die Arbeit mit den Tonnen ist anerkannt wichtig.
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Platz 7: Jim Knopf und Lukas - Lokomotivführer sind nicht nur bei den Kleinen beliebt. Auch sie kommen auf 67 Prozent. Im Jahr 2008 waren es noch zwei Prozentpunkte weniger - möglicherweise wirkten hier die Streiks nach.
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Platz 5: Sie verteilen eben nicht nur Strafzettel - in der Not helfen Sie auch: 78 der Deutschen sagen, Polizisten haben ein hohes Ansehen.
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Platz 5: Wie würde Sie entscheiden? Richter studieren Akten und hören Menschen zu. 78 Prozent blicken zu ihnen auf.
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Platz 4: Endspurt. Als die Umfrage lief, war Schmiergeld im Gesundheitswesen noch kein Thema. So sagen 84 Prozent, Ärzte hätten hohes Ansehen. Die Tendenz: sinkend.
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Platz 3: Jeder Handgriff muss sitzen. 86 Prozent der Deutschen haben Respekt vor Piloten.
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Platz 2: Wer hätte es gedacht? Krankenpflegerinnen und ihre männlichen Kollegen sind angesehener als Ärzte: 88 Prozent.
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Platz 1: Helden, die durch die Flammen gehen: An ihre Feuerwehrmänner lassen die Deutschen kaum etwas kommen. 93 von 100 Befragten bescheinigen ihnen hohes Ansehen. Glückwunsch!
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Welcher Beruf ist was für mich?, fragen sich Jugendliche Jahr für Jahr. Und sie überlegen dabei oft unbewusst mit, wie angesehen ihr künftiger Job wohl ist. Der Beamtenbund wollte es genau wissen - und ließ 3000 Bürger befragen, wie hoch bei ihnen bestimmte Berufe im Kurs sehen. Nachfolgend das Ergebnis.
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Jochen Gunther
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Die größten Arbeitgeber in Deutschland
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Die größten Arbeitgeber in Deutschland
Platz 30: RWE. Der Energieriese aus Essen beschäftigt 65.900 Frauen und Männer.
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Platz 29: Schaeffler Gruppe. 66.000 Mitarbeiter leiden. Denn der Autozulieferer ist seit der Übernahme von Continental in finanziellen Nöten.
Platz 28: Randstad Deutschland. Die Zeitarbeit boomt, der Branchenprimus wächst. 66.000 Menschen beschäftigt Randstad 2008. Zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor.
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Platz 27: TUI. Der Reisekonzern bringt nicht nur viele Menschen in den Urlaub. Er gibt auch vielen Arbeit: 70.300 Frauen und Männer sind es 2008.
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Platz 26: Deutsche Bank. Chef Josef Ackermann ist nicht gerade beliebt. Doch wer sich mit ihm anlegt, sollte wissen: Hinter ihm stehen 80.500 Angestellte.
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Platz 25: Arcandor. 86.200 Menschen arbeiteten im vergangenen Jahr für den Handels- und Reisekonzern Arcandor. Heute ist er insolvent, die Zukunft der Beschäftigten ungewiss.
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Platz 24: Adolf Merckle-Gruppe. Pillendrehen macht offenbar viel Arbeit. 92.500 Angestellte hat die Merckle-Gruppe, zu der (noch) Ratiopharm gehört.
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Platz 23: Eon. Der größte deutsche Energie-Konzern ist auch ein großer Arbeitgeber: 93.500 Menschen bieten Gas, Strom und Wärme.
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Platz 22: BASF-Gruppe. 96.900 Beschäftigte hat der Chemie-Riese aus Ludwigshafen. Aber nicht alle müssen in grünen Schutzanzügen zu Arbeit kommen.
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Platz 21: BMW Group. Der Autobauer gehört - relativ betrachtet - zu den größten Jobkillern des vergangenen Jahres. 100.000 Menschen arbeiten 2008 bei BMW, sieben Prozent weniger als im Jahr zuvor.
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Platz 20: Bertelsmann. Die Medienbranche kriselt. Doch beim größten deutschen Medienunternehmen Bertelsmann arbeiten 2008 mehr Leute als im Vorjahr: 106.100.
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Platz 19: Deutsche Lufthansa. 107.800 Frauen und Männer arbeiten bei der Lufthansa. Ein Drittel davon über den Wolken.
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Platz 18: Bayer AG. Ein Chemie-Konzern, so groß, dass er sich eine Fußball-Mannschaft leisten kann. 108.600 Mitarbeiter hat das Unternehmen. Wie viele davon Bayer-Leverkusen-Fans sind, ist unbekannt.
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Platz 17: Tengelmann. Der Lebensmittelkonzern ist der größte Verlierer. 2008 arbeiteten dort nur noch 116.500 Leute. Ein Minus von 23,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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Platz 16: Fresenius SE. Das Bad Homburger Medizintechnik-Unternehmen hat im vergangenen Jahr kräftig eingestellt und erreichte einen Mitarbeiterstand von 122.200.
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Platz 15: Continental. Der Reifenbauer setzt viele Menschen vor die Tür: minus 8,2 Prozent. Übrig bleiben dort 139.200.
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Platz 14: Allianz Group. Der einzige Versicherungskonzern unter Deutschlands größten Arbeitgebern. 182.900 Menschen verdienen dort ihr Geld.
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Platz 13: Thyssen-Krupp. Von wegen Dienstleistungsgesellschaft: Unter den größten Arbeitgebern sind viele Industrieunternehmen. Wie Thyssen-Krupp mit 199.400 Mitarbeitern.
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Platz 12: Aldi-Gruppe. 200.000 Angestellte versorgen uns mit billigen Lebensmitteln. Nur die leeren Pappkartons räumen sie zu selten weg.
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Platz 11: Deutsche Telekom. Auch von 2007 auf 2008 streicht der ehemalige Staatskonzern wieder Stellen. Übrig bleiben 227.700.
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Platz 10: Deutsche Bahn. Wer sich über die Bahn beschweren will, hat viele Ansprechpartner: 261.500 Menschen verdienen dort ihr Geld.
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Platz 9: Edeka Gruppe. Gegessen wird immer, lautet eine alte Regel im Handel. Edeka beschäftigt 262.200 Leute.
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Platz 8: Daimler. 273.200 Menschen bauen bei Daimler Autos und LKW. Seit der Trennung von Chrysler wieder mit Gewinn.
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Platz 7: Schwarz-Gruppe. Immer wieder gerät Lidl wegen Dumping-Löhnen oder Mitarbeiter-Bespitzelung in die Schlagzeilen. Dennoch zählt der Konzern 7,7 Prozent mehr Angestellte - insgesamt sind es 280.000.
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Platz 6: Robert Bosch. Ein Sonderfall unter den Großunternehmen: Es ist keine Aktiengesellschaft, sondern mehrheitlich im Besitz der gemeinnützigen Robert-Bosch-Stiftung. Beschäftigte: 281.700.
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Platz 5: Metro. Der Düsseldorfer Konzern ist mit 290.900 Mitarbeitern eines der großen Handelsunternehmen Europas.
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Platz 4: Rewe Group. Der Lebensmittelhändler schafft viele Stellen und kommt jetzt auf 319.300 Mitarbeiter. Das sind 9.6 Prozent mehr.
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Platz 3: Volkswagen. VW baut seine Belegschaft im Jahr 2008 um zwölf Prozent auf 369.900 aus. Die Porsche-Übernahme bringt dem Konzern ein weiteres Plus in der Statistik.
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Platz 2: Siemens. Deutschlands industrieller Primus bleibt Siemens. Die Münchner beschäftigen 427.000 Menschen - 7,3 Prozent mehr als 2007.
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Platz 1: Deutsche Post AG. Die Post ist Deutschlands größter Arbeitgeber. 512.500 Menschen sind Postler. Fast so viele, wie in Hannover wohnen.
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Rewe, Siemens, Post: Viele Konzerne könnten mit ihren Beschäftigten eine Großstadt gründen. Sehen Sie, bei welchen 30 deutschen Unternehmen die meisten Menschen arbeiten. (Stand: 2008; Vergleich bezogen auf das Vorjahr, mit Beschäftigten im Ausland.)
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Die größten Jobkiller im Dax
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Die größten Jobkiller im Dax
Platz 30: Es sieht nach einem Zuckerschlecken für die Beschäftigung aus - doch das große Plus von 45,2 Prozent bei der Commerzbank ist die statistische Folge der Übernahme der Dresdner Bank. 62.671 Frauen und Männer stehen 2009 auf der Gehaltsliste, im Jahr zuvor waren es 43.169.
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Platz 29: K+S, früher Kali und Salz, mit Sitz in Kassel. Das Bergbauunternehmen zählt 15.200 Beschäftigte - das sind 2850 mehr als im Vorjahr, ein Plus von 23,1 Prozent.
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Platz 28: Für die Deutsche Telekom sind, einschließlich der neuen Kollegen von OTE in Griechenland, etwa 258.000 Frauen und Männer unterwegs - 23.000 mehr als zuvor. Ergibt ein Plus von 9,8 Prozent.
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Platz 27: Die Lufthansa kommt auf ein Plus von neun Prozent - die Zahl der Beschäftigten steigt von 107.821 auf 117.521.
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Platz 26: Bei der Deutschen Börse arbeiten vergleichsweise wenig Leute. Daher schlägt das Plus von 270 Stellen auf 3104 durch - es sind 8,7 Prozent.
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Platz 25: Der Chemiekonzern BASF stellt 8000 Leute ein, kommt damit auf 105.000 Frauen und Männer - ein Plus von 8,2 Prozent.
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Platz 24: Der Energiekonzern RWE stellt unterm Strich 4.818 Leute ein, kommt damit auf 70.726 Beschäftigte - plus 7,3 Prozent.
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Platz 23: Beim Gesundheitskonzern Fresenius steigt die Zahl der Beschäftigen um 6,9 Prozent - von 122.117 auf 130.510.
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Platz 22: Fresenius Medical Care ist jener Teil des Gesundheitskonzerns Fresenius, der sich auf Dialyse spezialisiert hat. Nach 64.666 Frauen und Männern im Jahr 2008 arbeiten nun 67.988 Beschäftigte dort - das sind 5,1 Prozent mehr.
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Platz 21: Der Rückversicherer Munich Re gibt 47.240 Menschen Arbeit - 2.031 mehr als im Vorjahr, also 4,5 Prozent.
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Platz 20: Beim Sportwarenhersteller Adidas arbeiten mit 39.596 Leuten genau 614 mehr als zuvor, 1,6 Prozent.
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Platz 19: Nicht mehr, nicht weniger als im Vorjahr - dass der Darmstädter Chemiekonzern Merck damit auf Platz 19 von 30 kommt zeigt: Die meisten Dax-Konzerne bauen Stellen ab.
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Platz 18: Beim Chemiekonzern Bayer schauen 108.400 Leute nach dem Rechten - 200 weniger als 2008, ein Minus von 0,2 Prozent.
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Platz 17: Volkwagen kommt auf ein Minus von 0,4 Prozent, was 1.428 Jobs entspricht. Insgesamt stehen 368.500 Frauen und Männer auf der Gehaltsliste.
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Platz 16: Kaufhof gehört, wie Saturn, Media Markt und der Großhandel, zum Konzern Metro. Dort ist die Gehaltsliste um 4840 Positionen kürzer geworden und umfasst nun 290.931 Zeilen. Ein Minus von 1,7 Prozent.
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Platz 15: Bei der Salzgitter AG müssen 488 Leute gehen. 2008 beschäftigte der Stahlkonzern noch 23.866 Menschen, im vergangenen Jahr sind es noch 23.378. Das macht ein Minus von zwei Prozent.
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Platz 14: Auch BMW tritt auf die Bremse - und schrumpft seine Belegschaft um 3,8 Prozent. Aktuell zählt der bayerische Autobauer 96.230 Beschäftigte, 3811 weniger als noch 2008.
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Platz 13: Bei der Deutschen Bank sprudeln nach der Krise wieder die Milliardengewinne, auf die Zahl der Beschäftigten wirkt sich das indes nicht aus. Von 80.450 sinkt deren Zahl auf 77.050. Ein Minus von 4,2 Prozent.
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Platz 12: Glatte 23.000 Beschäftigte weniger, das macht beim Mammutkonzern Siemens gerade mal ein Minus von 5,4 Prozent. Von 428.000 sinkt die Zahl auf 405.000.
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Platz 11: Auch beim Stromriesen Eon stehen die Zeichen auf Schrumpfkurs. Die Zahl der Beschäftigten sinkt um 5,7 Prozent von 93.538 auf 88.227.
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Platz 10: Bei Daimler schrauben inzwischen 15.630 Menschen weniger als zuvor. 2009 hat der Autobauer 258.628 Angestellte, ein Jahr zuvor waren es noch 274.258 - minus 5,7 Prozent.
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Platz 9: Auf diese Top-Ten-Platzierung wird man bei Thyssen Krupp kaum stolz sein: Deutschlands größtes Stahl- und Rüstungsunternehmen baut sechs Prozent seiner Belegschaft ab. Von 199.370 sinkt die Zahl der Beschäftigten um 11.875 auf 187.495.
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Platz 8: Mehr als eine halbe Million Menschen arbeiteten 2008 noch bei der Post, ein Jahr später sind es 6,5 Prozent oder 33.300 Menschen weniger. 477.280 Angestellte hat der Konzern noch - und ist damit der größte Arbeitgeber unter den Dax-Konzernen.
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Platz 7: Beiersdorf kappt seine Belegschaft um 6,5 Prozent, von 21.766 Beschäftigten im Jahr 2008 bleiben noch 20.346.
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Platz 6: Auch der Fahrzeugbauer MAN steigt kräftig in die Eisen und baut Stellen ab. 3600 Leute müssen gehen, die Zahl der Beschäftigten sinkt um sieben Prozent von 51.300 auf 47.700.
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Platz 5: Henkel streicht ebenfalls Stellen. 2008 hatte der Konsumgüterhersteller noch 55.506 Angestellte, ein Jahr später 51.361 - minus 7,5 Prozent.
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Platz 4: Auch der Linde-Gruppe geht die Luft aus: Um 7,5 Prozent sinkt die Zahl der Angestellten von 51.900 auf 48.000.
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Platz 3: Die Top-Drei beginnen mit SAP. Der Software-Riese baut kräftig Stellen ab. Von 51.544 Beschäftigten im Jahr 2008 sind 2009 noch 47.578 übrig. Macht ein Minus von fast 4000 Stellen oder 7,7 Prozent.
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Platz 2: Fast 30.000 Beschäftigte weniger, das schlägt auch beim weltgrößten Versicherer spürbar zu Buche. Um 16,2 Prozent sinkt die Zahl der Beschäftigten von zuletzt 182.865 auf 153.203.
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Infineon verkauft seine Handychipsparte an Intel
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Exakt 85.745 Leute haben die Dax-Firmen im Jahr 2009 entlassen. Damit sinkt die Zahl der Beschäftigten in den 30 Unternehmen um 2,4 Prozent auf 3,65 Millionen. Wir zeigen die Jobkiller - beginnen aber mit jenen Konzernen, die Personal aufstocken.
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Und wie ist der Jobaufbau in Deutschland zu erklären? Ein wichtiger Grund ist die starke Zunahme der Teilzeit-Jobs, die den leichten Rückgang bei Vollzeit-Stellen mehr als ausgeglichen haben. Teilzeit ist besonders im Dienstleistungssektor verbreitet - und genau hier gab es einen Beschäftigungsaufbau. "Dahinter stecken politische Entscheidungen", sagt Stefan Mütze, Konjunkturexperte bei der Landesbank Helaba: Die Bundesregierung habe beschlossen, die Kinderbetreuung auszubauen und die Länder stellten wieder Lehrer ein. Und das Gesundheitswesen profitiert von der Alterung der Gesellschaft.
In der Industrie ist die Zahl der Stammbeschäftigten weiter gesunken. Allerdings heuern Firmen wie Autokonzerne jetzt wieder in großem Stil Leiharbeiter an. Zurzeit gibt es schon wieder rund 750.000 Zeitarbeiter - 19 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die Industrie profitiere derzeit noch von den weltweiten Konjunkturprogrammen, erläutert der Volkswirt Alexander Herzog-Stein von der Hans-Böckler-Stiftung.
"Kurzfristig sind wir auch Gewinner der Euroabwertung." Denn die verbilligt Exporte in den Dollarraum und steigert so die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen. Hinzu kommt: Weil Unternehmen ihre Kernbelegschaft in der Krise gehalten haben, können sie jetzt - wo die Wirtschaft wieder anzieht - Aufträge sofort abarbeiten, betont Herzog-Stein.
Die Entwicklung des Arbeitsmarkts hat nach seiner Ansicht auch Schattenseiten. Denn mehr Beschäftigte in Dienstleistungen bedeutet mehr Beschäftigte mit niedrigen Löhnen. Bei Leiharbeitern kommt hinzu, dass ihre Jobs in der Regel unsicher sind. Und wie geht es weiter? "Mittelfristig werden wir Probleme mit der Konsolidierung bekommen", sagt Mütze. Wegen der Sparpolitik der Bundesregierung werde sich der Zuwachs bei den Jobs im sozialen Bereich vermutlich nicht in dem Maße fortsetzen wie bisher. Für die Gesamtwirtschaft rechnet er mit einem moderaten Anstieg der Beschäftigung.
Anonymisierte Bewerbungen
Fünf große Unternehmen wollen in Deutschland indes künftig Bewerbungen ohne Alter, Namen und Foto annehmen. Durch diesen Pilotversuch mit anonymisierten Bewerbungen sollen beispielsweise türkischstämmige Bewerber bessere Chancen bekommen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete. Drei deutsche Dax-Unternehmen sowie zwei internationale Konzerne habe die Antidiskriminierungsstelle des Bundes für das Projekt gewinnen können, darunter Procter&Gamble sowie L'Oréal. Die weiteren Teilnehmer sollten im August präsentiert werden.
Eine Benachteiligung von ethnischen Minderheiten oder Älteren solle so verhindert werden, sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders, der Zeitung. Bewerber müssen dann weder Foto, Namen, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort noch den Familienstand angeben. "Nur die Qualifikation zählt", betonte Lüders. Allerdings schütze das Verfahren nicht vor Vorurteilen im weiteren Einstellungsverfahren wie beispielsweise im Vorstellungsgespräch. In Frankreich oder den USA ist eine anonymisierte Bewerbung in vielen Unternehmen schon lange üblich.
(rtr/dpa/ddp)