Es wäre einfacher gewesen, die Verantwortlichen hätten nicht so viel geredet. Die Manager von Werder Bremen mussten nur den Sponsoren-Vertrag mit Wiesenhof rechtzeitig unterschreiben, die Millionen kassieren und den Fans dann erklären, dass ein Protest keinen Sinn macht. Vertrag ist Vertrag.
Die Werder-Fans hätten das wohl geschluckt, umstrittene Sponsoren sind sie ja schon gewohnt. Wer ein altes Werder-Trikot kauft, hat die Wahl, entweder für den Ramschdiscounter Kik zu werben oder für die Citibank.
Den Protesten von Fans und Tierschützern zum Trotz hat Werder Bremen seinen neuen Trikot-Sponsor vorgestellt: Wiesenhof.
Foto: dapdJetzt Wiesenhof. Der Geflügelproduzent wird seit Jahren kritisiert, weil er tausende von Hühnern auf engem Raum zusammenpfercht. Tierschützer werfen der Firma auch vor, massenhaft Antibiotika einzusetzen. Wegen der Zustände bei Wiesenhof hatten Behörden den Schlachthof des Massenzüchters in Möckern zeitweise dicht gemacht.
Da wird sogar den an suboptimale Werbung gewöhnten Werder-Fans schlecht. Seit die Verhandlungen mit Wiesenhof bekannt sind, wächst die Facebook-Gruppe "Wiesenhof als Werder-Sponsor? Nein Danke". Ihr Slogan: Hundert Prozent Werder, null Prozent Tierquälerei.
„Was kommt nach Wiesenhof? Trikot-Werbung der NPD?“, so der sarkastische Kommentar der Nutzerin Ailed Lucy Braun. „Falls es soweit kommt, ist Werder für mich gestorben“, droht Facebook-User Jörg Wimmer; beliebt ist auch das manipulierte Bild eines Trikots, auf dem statt Wiesenhof das Logo der radikalen Tierschutz-Organisation Peta klebt.
Die Spieler von Werder Bremen...
Foto: dapdDie Geschäftsführung des Bundesligisten betonte nun, Wiesenhof sei ein offenes und transparentes Unternehmen mit sehr innovativen Ansätzen. Man wünsche sich eine sachliche Debatte. Derzeit wächst aber vor allem die Facebook-Gruppe gegen Wiesenhof als Sponsor: Sie hat inzwischen mehr als 15 000 Mitglieder. Jede Minute werden es mehr.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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