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25. Januar 2013

Opel: „Kein zusätzlicher Jobabbau“

Wollen die Beschäftigten beruhigen: PSA-Chef Philippe Varin und Opel-Chef Steve Girsky.  Foto: dpa

Opel und Peugeot-Citroën wollen Belegschaften beruhigen. Doch schlechte Nachrichten überwiegen die Versprechungen.

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Die kriselnden Autohersteller Opel und Peugeot-Citroën (PSA) planen bei ihrer Allianz keinen zusätzlichen Stellenabbau. „Ich sehe keine negativen Auswirkungen auf die Stellen in Frankreich und in Deutschland“, sagte PSA-Chef Philippe Varin am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Brüssel. Auch der Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky versuchte, Sorgen von Arbeitnehmervertretern zu zerstreuen. An die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim gerichtet sagte er: „Ich würde sagen, sie sollten keine Angst haben.“

Opel will allerdings das Werk Bochum mit mehr als 3000 Mitarbeitern spätestens Ende 2016 schließen. PSA plant, rund 8000 Arbeitsplätze abzubauen und ein Werk in der Nähe von Paris komplett zu schließen. Beide Unternehmen leiden unter der Absatzflaute in Europa. PSA gilt als Pleitekandidat. Der französische Staat stützt das Unternehmen mit Garantien.

Gleichwohl soll die Regierung das PSA-Management gedrängt haben, Opel zu übernehmen. Solche Spekulationen entbehren aber nach den Worten von Girsky, der auch Vizechef der Opel-Mutter General Motors (GM) ist, jeder Grundlage: „Das ist alles nicht wahr.“ Eine Fusion sei keine Option. Allerdings ist es das Ziel der Manager beider Konzerne, die im Dezember vertraglich fixierte Kooperation Schritt für Schritt auszubauen – dabei soll es um die Erschließung neuer Märkte und um die Entwicklung neuer Technologien und Produkte gehen. Girsky sagte: „Es gibt kleine Erfolge, die dann nach und nach zu größeren Erfolgen führen werden.“ Man werde bei der Kooperation weitermachen und weitere Ziele anstreben. So wolle man in Lateinamerika und in Russland die Märkte vergrößern. Varin ergänzte: „Wir suchen auch Projekte außerhalb Europas.“ Eine gemeinsame Produktion sei aber kein Thema.

Die ersten gemeinsam entwickelten Autos sollen 2016 auf den Markt kommen. Bisher sind drei Projekte bekannt, zwei auf Basis bereits existierender Architekturen von Peugeot-Citroën. Es sollen neue Plattformen für einen Familien-Van für Opel, für einen kleinen Geländewagen für PSA und einen Kleinwagen für beide Hersteller gemeinsam entwickelt werden. Aufbauend auf der Meriva-Plattform sollen zudem in Rüsselsheim Schwestermodelle für beide Konzerne konstruiert werden, sagte ein Sprecher. Zudem soll PSA für Opel Motoren mit niedrigem CO2-Ausstoß entwickeln. „Bei PSA haben wir Dreizylinder, 1-Liter- oder 1,2 Liter-Motoren entwickelt, die sehr effizient sind“, sagte Varin: „Das wird in Zukunft weiter entwickelt. Wir haben uns geeinigt, das gemeinsam zu machen.“ (fw./dpa)

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