Erst düpierte Wirtschaftsminister Brüderle die Kanzlerin. Jetzt brüskiert General Motors die deutsche Regierungschefin. Dabei war Angela Merkels Kampf zuletzt völlig unnötig. Was sie gegen die FDP durchsetzen wollte, braucht GM gar nicht. Von Markus Sievers
Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Foto: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Foto: dpa
Berlin. Das Opel-Desaster nimmt für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seinen Lauf. Mit der Absage der Konzernmutter General Motors an staatliche Beihilfe ist für Merkel die Blamage perfekt. Vergangene Woche düpierte sie der eigene Wirtschaftsminister, der Unterstützung des Bundes ablehnte und sich gegen die Regierungschefin durchsetzte. Jetzt brüskiert General Motors die deutsche Regierungschefin. Mit einer einfachen Klarstellung macht das Unternehmen deutlich: Merkels Kampf war völlig unnötig. Was sie gegen den Koalitionspartner durchsetzen wollte, braucht GM gar nicht.
Als klarer Sieger fühlt sich Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Und der gibt sich keinerlei Mühe, den Triumph zu verbergen. Selbstverständlich erklärt er, dass er sich in seiner Einschätzung bestätigt sieht: "General Motors hat die Mittel für eine Opel-Sanierung". Aber der FDP-Politiker belässt es nicht dabei. Er nutzt die Gelegenheit, um grundsätzlich zu werden. Die Reaktion von Opel und General Motor zeige auch: "Eine marktwirtschaftliche Grundhaltung zahlt sich aus".
Wen belehrt Brüderle hier eigentlich? Nach dem heftigen Ringen mit Merkel kann nur die eigene Regierungschefin gemeint sein. An diesem Fall könne man beobachten, fährt Brüderle fort, "wie einmal gewährte Hilfen zu einer Subventionsmentalität verführen können". Dieser Kreislauf müsse durchbrochen werden. "Unter der christlich-liberalen Regierung nimmt sich der Staat bewusst zurück."
Das freilich wollte Merkel ganz anders. Wiederholt hatte sie den Opelanern persönlich Hilfe zugesagt. Mittwoch vergangener Woche hatte sie in aller Öffentlichkeit die Entscheidung Brüderles gegen Opel-Hilfe kritisiert und Hoffnungen geweckt, sie könne das korrigieren. Bei Opel sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, verkündete Merkel. Und sie lud die Ministerpräsidenten der vier Bundesländer mit Opel-Standorten zum Gipfel ins Kanzleramt, um über einen Ausweg zu beraten.
Rückblick - Aktionen für Opel
Bildergalerie ( 17 Bilder )
Rückblick - Aktionen für Opel
Auch ohne GM könne Opel bestehen, ist verbreitete Meinung unter den Demonstranten - schon lange bevor solche Pläne konkret werden sollten.
Foto: ddp
Schon am frühen Morgen machen sich die Opel-Mitarbeiter in Bochum auf den Weg nach Rüsselsheim zur zentralen Kundgebung.
Foto: dpa
Bis zu 15.000 Teilnehmer werden erwartet.
Foto: dpa
Aber nicht nur in Rüsselsheim gehen die Opelaner auf die Straße, sondern in ganz Europa.
Foto: dpa
Sie kämpfen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und gegen Standortschließungen. Opel bemüht sich derzeit um staatliche Hilfen.
Foto: dpa
Im Gespräch ist schon im Frühjahr die Abtrennung vom angeschlagenen Mutterkonzern General Motors. Der US-Autobauer kann damals nur durch staatliche Notkredite überleben.
Foto: dpa
Opel-Mitarbeiter der Standorte Rüsselsheim und Bochum marschieren zur zentralen Kundgebung vor dem Opel-Stammsitz in Rüsselsheim.
Foto: rtr
Ein Mitarbeiter der passend zur Parole sein Banner an einem Regenschirm befestigt hat.
Foto: dpa
Auch die nächste Opelaner-Generation ist mit dabei: das Kind des Mitarbeiters trägt ein Plakat auf dem: Mein Bruder, mein Vater und mein Großvater sind gut für Europa."
Foto: rtr
Deutliche Worte eines Opelaners.
Foto: ddp
Auch Bundesaußenminister und SPD-Kandidat Frank-Walter Steinmeier ist zum Aktionstag von Opel gekommen und hat zu den Arbeitern gesprochen. Sein Auftritt sorgt für Streit. Seine Einladung durch die IG Metall zu der Kundgebung sei parteipolitisch motiviert gewesen, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Christdemokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Gerald Weiß. Er sehe das als unschöne Wahlkampfhilfe. "Es ist recht instinktlos, dass die IG Metall den SPD-Kanzlerkandidaten eingeladen hat und nicht die von der Sache her zuständigen Minister Karl-Theodor zu Guttenberg und Olaf Scholz."
Foto: getty
Den ganzen Tag über sind Opelaner aus ganz Deutschland nach Rüsselsheim gekommen.
Foto: dpa
Solidaritätsbekundungen: Nicht nur Mitarbeiter nehmen an dem Aktionstag teil.
Foto: ddp
Rund 1000 Menschen kommen auf den Marktplatz in Eisenach.
Foto: dpa
Auch in Kaiserslautern demonstrieren Opel-Mitarbeiter.
Foto: ddp
Opel-Mitarbeiter demonstrieren im Februar 2009 am Stammsitz des Unternehmens in Rüsselsheim im Rahmen des Opel-Aktionstages für die Rettung des angeschlagenen Autobauers. Hintergrund der Proteste ist nach Angaben des Betriebsrats die geplante Übergabe eines Geschäftsplans für die Zukunft der Tochter des US-Konzerns General Motors an die Bundesregierung.
Foto:
ddp
Fotostrecken Wirtschaft
Fotostrecken Wirtschaft
Fotostrecken Wirtschaft
Wirtschaft
Wirtschaft
Fotostrecken Wirtschaft
Opel - Marke mit Tradition
Bildergalerie ( 19 Bilder )
Opel - Marke mit Tradition
Werbeanzeige für den Opel Manta A, GT/E Sondermodell Black Magic, 1975
Foto: Quelle: Opel
Eine Werbeanzeige für den Opel Kadett A, 1963-1965
Foto: Quelle: Opel
Eine Werbeanzeige für das Opel Commodore A, Coupé, GS, Jahrgang 1967
Foto: Quelle: Opel
Der Opel Commodore A, Coupé, GS/E, aus dem Jahr 1970-1971
Foto: Quelle: Opel
Der Opel Kadett B, Coupé Rallye, LS, 1967-1970
Foto: Quelle: Opel
Aus dem Jahre 1971: Der Opel GT/J
Foto: Quelle: Opel
Der Opel Diesel Rekordwagen auf Basis des Opel GT von 1972.
Foto: Quelle: Opel
Damals nobel: der Opel Rekord D, Luxus, 1972-1977.
Foto: Quelle: Opel
Kurt C. Volkhart am Steuer des ersten Raketenautos Opel RAK 1, 1928.
Foto: Quelle: Opel
Die Werbeanzeige für den Opel Manta A, GT/E Sondermodell Black Magic, 1975
Foto: Quelle: Opel
Werbeanzeige für den Opel Kapitän, 1938
Foto: Quelle: Opel
Werbeanzeige für den Opel Kapitän, 1948
Foto: Quelle: Opel
Werbeanzeige für den Opel Admiral von 1937.
Foto: Quelle: Opel
Ein weiterer Opel Olympia, aus dem Jahre 1951-1953
Foto: Quelle: Opel
Der Opel Kapitän P1, 1958-1959
Foto: Quelle: Opel
Werbeanzeige mit Walter Röhrl für das Opel Kadett C Coupé, GT/E, 1975
Foto: Quelle: Opel
Der Opel Manta A, Luxus, 1970-1975
Foto: Quelle: Opel
Die momentane Krise von Opel bietet Gelegenheit, die Geschichte des Unternehmens Revue passieren zu lassen. Seit 1898 bauen die Nachfahren Adam Opels Automobile. Von peppig bis bieder- der Rückblick auf die wichtigsten Modelle ist unterhaltsam. Ein Klassiker seiner Zeit war beispielsweise der Opel Olympia Rekord aus dem Jahr 1953.
Foto:
Quelle: Opel
Fotostrecken Wirtschaft
Fotostrecken Wirtschaft
Fotostrecken Wirtschaft
Wirtschaft
Wirtschaft
Fotostrecken Wirtschaft
Opels verlorener Kampf um die Freiheit
Bildergalerie ( 32 Bilder )
Opels verlorener Kampf um die Freiheit
Im November 2008 ruft Opel nach einem Absatzeinbruch und massiven Verlusten als erster deutscher Autohersteller nach dem Staat. Es geht um eine Bürgschaft über "etwas mehr als eine Milliarde Euro".
Foto: dpa
17. Februar 2009: GM will 47.000 Stellen streichen, davon 26.000 außerhalb der USA.
Foto: afp
27. Februar 2009: Opel will sich weitgehend von GM abkoppeln. Das von der öffentlichen Hand benötigte Kapital für ein neues europäisches Unternehmen Opel/Vauxhall wird auf 3,3 Milliarden Euro beziffert.
Foto: getty
2. März 2009: Der Rettungsplan wird der Bundesregierung vorgelegt.
Foto: dpa
16.-18. März 2009: Gespräche von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in den USA bleiben ohne konkrete Ergebnisse.
Foto: dpa
30. März 2009: US-Präsident Barack Obama stellt GM ein Ultimatum von 60 Tagen für ein tragfähiges Sanierungskonzept.
Foto: afp
31. März 2009: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt in Rüsselsheim staatliche Unterstützung in Aussicht. Einen direkten Staatseinstieg lehnt sie aber erneut ab.
Foto: dpa
23. April 2009: Der italienische Fiat-Konzern zeigt Interesse an Opel und stößt auf Gegenwind vom Betriebsrat.
Foto: dpa
28. April 2009: Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna legt ein erstes "Grobkonzept" für Opel vor.
Foto: dpa
14. Mai 2009: Die Bundesregierung will Opel über ein Treuhandmodell mehr Zeit für Verhandlungen mit Investoren geben.
Foto: dpa
19. Mai 2009: Vertreter von Bundesregierung, Ländern und Banken einigen sich auf eine Brückenfinanzierung von 1,5 Milliarden Euro für Opel .
Foto: dpa
27. Mai 2009: GM kündigt an, sein Europa-Geschäft mit der Hauptmarke Opel rechtlich abzuspalten.
Foto: dpa
27./28. Mai 2009: Eine Spitzenrunde im Kanzleramt scheitert zunächst. GM meldet einen zusätzlichen Finanzbedarf von 300 Millionen Euro an.
Foto: dpa
29. Mai 2009: Kurz vor einem neuen Krisentreffen in Berlin sagt Fiat seine Teilnahme ab. Der belgische Investor RHJI scheint aus dem Rennen, der chinesische Autobauer BAIC legte kein detailliertes Angebot vor, so bleibt vorerst nur Magna im Spiel. Der Staat müsste für mindestens 4,5 Milliarden Euro bürgen.
Foto: dpa
30. Mai 2009: Bund, Länder, GM, Magna und das US-Finanzministerium einigen sich auf ein Rettungskonzept. Der Weg für den 1,5-Milliarden-Euro-Überbrückungskredit und das lange umstrittene Treuhandmodell ist frei. Opel soll aus dem GM-Verbund herausgelöst werden. Magna will die vier deutschen Opel -Standorte erhalten. Eine Absichtserklärung wird unterzeichnet. Das Papier ist nicht bindend.
Foto: dpa
1. Juni 2009: GM reicht in New York einen Antrag auf Insolvenz mit Gläubigerschutz ein. Die Liquidität Opels ist durch das Rettungspaket gesichert.
Foto: afp
10. Juli 2009: GM fährt zum Neustart aus der Insolvenz, mehrheitlich ist der US-Autobauer nun in Staatsbesitz. Zur Sanierung fließen weit mehr als 50 Milliarden Dollar (36 Mrd. Euro) an Steuergeldern. (Archivbild, GM-Zentrale in Detroit, 1996)
Foto: dpa
15. Juli 2009: RHJI stellt in Berlin ein verbessertes Übernahmeangebot vor. Die Bundesländer mit Opel -Standorten favorisieren Magna, weil der Zulieferer weniger Arbeitsplätze abbauen und Opel klarer vom früheren Mutterkonzern trennen will. Magna plant Staatsgarantien von 4,5 Milliarden Euro ein, RHJI zwischen 3 und 3,8 Milliarden Euro.
Foto: ddp
22. Juli 2009: BAIC scheidet praktisch aus dem Rennen aus.
Foto: ddp
31. Juli 2009: Der Opel -Absatz boomt in Deutschland dank der Abwrackprämie. Von Januar bis Juli werden rund 219.000 Opel-Fahrzeuge zugelassen, ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.
Foto: dpa
6. August 2009: GM hält an RHJI als bevorzugtem Käufer fest. GM-Verhandlungsführer John Smith nennt das RHJI-Konzept das "einfachere".
Foto: ddp
7. August 2009: GM-Chef Fritz Henderson und Magna-Chef Siegfried Wolf (Bild) klären die noch offenen Fragen. Der GM-Verwaltungsrat kann sich nicht auf eine Empfehlung für einen der beiden Bieter einigen.
Foto: dpa
19. August 2009: Bund und Länder drücken aufs Tempo und wollen den Kredit für Opel von 4,5 Milliarden Euro ohne die anderen Opel-Staaten vorstrecken, wenn GM sich für Magna entscheidet.
Foto: dpa
10. September: GM gibt bekannt, dass der Verwaltungsrat einen Verkauf von Opel an Magna empfiehlt. Die Treuhand genehmigt das Geschäft.
Foto: dpa
14. September: Magna bestätigt, dass in Deutschland mehr als 4000 der rund 25 000 Stellen wegfallen werden. Die EU-Kommission kündigt eine "sehr sorgfältige" Prüfung der Beihilfen an. Belgien ist aufgebracht, weil der Standort Antwerpen gefährdet ist. Widerstand kommt auch aus Großbritannien und Spanien.
bis zu 500 Millionen Euro unterstützen. Der Betriebsrat fordert für den Lohnverzicht eine Unternehmensbeteiligung von zehn Prozent und Mitspracherechte für die Beschäftigten. Eine Einigung ist
Voraussetzung für den Kaufvertrag.
13. Oktober: Die spanische Regierung sieht Fortschritte in den Verhandlungen mit Magna. Der Zulieferer habe einen Vorschlag vorgelegt, der langfristig die Zukunft des Opel-Werks nahe Saragossa garantiere.
15. Oktober: Der Opel-Übernahmevertrag soll unter Dach und Fach gebracht werden. Um letzte Unwägbarkeiten zu beseitigen, wird die Unterzeichnung
jedoch noch ausgesetzt.
16. Oktober: In einem Brief an Wir
Foto: rtr
30. September: Die europäischen Opel-Händler wollen den Neustart mit bis zu 500 Millionen Euro unterstützen. Der Betriebsrat fordert für den Lohnverzicht eine Unternehmensbeteiligung von zehn Prozent und Mitspracherechte für die Beschäftigten. Eine Einigung ist
Voraussetzung für den Kaufvertrag.
Foto: dpa
13. Oktober: Die spanische Regierung sieht Fortschritte in den Verhandlungen mit Magna. Der Zulieferer habe einen Vorschlag vorgelegt, der langfristig die Zukunft des Opel-Werks nahe Saragossa garantiere.
Foto: dpa
15. Oktober: Der Opel-Übernahmevertrag soll unter Dach und Fach gebracht werden. Um letzte Unwägbarkeiten zu beseitigen, wird die Unterzeichnung jedoch noch ausgesetzt.
Foto: ddp
16. Oktober: In einem Brief an Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) äußert EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes (Bild) schwere Bedenken gegen die von der Bundesregierung
versprochenen 4,5 Milliarden Euro an Staatshilfen. GM sollte schriftlich versichern, sich aus ökonomischen Gründen für Magna entschieden und nicht auf Druck der Bundesregierung gehandelt zu haben.
Foto: dpa
3. November: Kurz vor Beginn der GM-Verwaltungsratssitzung, bei der über Opel befunden wird, legen die europäischen Arbeitnehmervertreter
ihren angekündigten Beitrag zur Sanierung von New Opel vor. Im Bild Betriebsratschef Franz.
Foto: dpa
3. November:Der erwünschte Erfolg bleibt jedoch aus. GM will Opel behalten, verkündet Vorstandsvorsitzender Fritz Henderson.
Foto: rtr
GM verkauft Opel doch nicht. Damit geht ein einjähriger Kampf zu Ende. Ein Blick zurück.
Foto:
ddp
Fotostrecken Wirtschaft
Fotostrecken Wirtschaft
Fotostrecken Wirtschaft
Wirtschaft
Wirtschaft
Fotostrecken Wirtschaft
Doch das Ergebnis war für sie kümmerlich. Sie musste einräumen, dass ihr die Hände gebunden sind, wenn der Wirtschaftsminister sich verweigert. Ohne dessen Zustimmung ist es nicht möglich, den Deutschlandfonds für gefährdete Unternehmen anzuzapfen. Auch die von Merkel erwogene Alternative, die Europäische Investitionsbank einzuschalten, braucht eine Bürgschaft des Bundes. Und die verlangt ebenso das Einverständnis des Wirtschaftsministers. Selten wurde in aller Öffentlichkeit so brutal demonstriert, wie machtlos die Kanzlerin ist. Nicht einmal in der eigenen Koalition, gegen einen einfachen Minister konnte sie ihre Position behaupten. Merkel erklärte zwar, die vier Länder würden einspringen. Doch deren Mittel sind begrenzt. Und nun geht es sogar ganz ohne Steuergeld.
Noch ist nicht klar, ob Brüderle auf Dauer triumphieren wird. In Berlin weiß niemand genau, was mit den Arbeitsplätzen und Standorten bei Opel wird. Sollte der Autobauer jetzt den Stellenabbau forcieren, wäre Brüderle schnell der Buhmann. Merkel würde aber auch das nicht mehr retten. Denn dann hätte sie zwar recht gehabt. Aber in dem Fall hätte sie diesen Kurs auch durchsetzen müssen. So oder so: Ohne Gesichtsverlust kommt Merkel aus der Sache nicht heraus.
"Mit der Entscheidung gegen eine Bürgschaft für Opel hat der deutsche Wirtschaftsminister alle Beschäftigten von Opel schutzlos den Renditeinteressen von General Motors ausgeliefert", kritisierte Ulla Lötzer von der Linkspartei. Die Bundesregierung habe jeglichen politischen Einfluss auf Beschäftigungssicherung durch zukunftsfähige Arbeitsplätze verspielt.