Der Opel-Betriebsrat läuft Sturm gegen die jüngsten Personalberufungen an die Spitze des angeschlagenen Unternehmens. "Bei seiner Antrittsrede kündigte der neue Opel-Chef Nick Reilly an, zur Sanierung des Unternehmens 35 Prozent des Management-Wasserkopfes abzubauen. Die Realität sieht aber ganz anders aus", schreibt der Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz in einem am Freitag an die Mitarbeiter verteilten Flugblatt.
Erst im Januar hatte der Opel-Aufsichtsrat eine siebenköpfige Geschäftsführung ernannt. Seither habe Reilly 14 weitere Manager eingesetzt, "deren Aufgaben und Befugnisse die Zuständigkeiten der gewählten Geschäftsführung überlagern und teilweise außer Kraft setzen", schreibt Franz, der auch stellvertretender Aufsichtsratschef der Adam Opel GmbH ist. Die Leute würden nicht verstehen, warum Personal abgebaut und ein ganzes Werk (in Antwerpen) geschlossen werden solle, aber gleichzeitig immer mehr neue Häuptlinge gekürt würden.
Erst am Dienstag hatte Opel die Verpflichtung des CDU-Politikers Volker Hoff als Cheflobbyist bekanntgegeben, am Donnerstag wurde Susanne Wegerhoff zum "Vize-Präsident Opel Kommunikation" ernannt. In beiden Fällen , so Franz, sei der Aufsichtsrat vorab nicht konsultiert worden. (dpa)
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