Die Opel-Belegschaft fordert auf Grund der jüngsten Irritationen über den künftigen Investor politische Unterstützung. "Wir appellieren an die Bundesregierug und die betroffenen Landesregierungen, konsequent zu bleiben und die Übernahme von Opel durch RHJ abzulehnen", heißt es in einer Resolution, die der Frankfurter Rundschau vorliegt.
Der Finanzinvestor sei die falsche Wahl. Die Opel-Belegschaft, Bundesregierung und die Bundesländer mit Opel-Standorten hatten sich bereits für den österreichischen-kanadischen Investor Magna ausgesprochen. Zuletzt gab es andere Meinungen in der Treuhandgesellschaft, bei der die Mehrheit der Opel-Anteile derzeit geparkt sind.
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Die Belegschaft sei nicht bereit, für das RHJ-Konzept irgendwelche Opfer zu bringen. Das werde sie nur tun, "wenn ein Investor dem Unternehmen eine Zukunft bieten kann und damit die echte Chance besteht, dass die Bundesbürgschaften nicht gezogen werden müssen", heißt es in der Resolution.
Die Opelaner begründen detailliert, warum sie RHJ ablehnen. Das Konzept basiere auf einem Vorschlag des Großaktionärs General Motors (GM) und sehe vor, das Unternehmen massiv zu verkleinern. Die geplante vorübergehende Einstellung der Produktion im Werk Eisenach für zwei Jahre "ist faktisch eine vorbereitete Werksschließung", befürchten die Opelaner.
Neue Projekte und eine eigenständige Entwicklung seien in dem Konzept nicht vorgesehen. Außerdem glaubt die Belegschaft, dass GM mit RHJ lediglich an die staatlichen Bürgschaften kommen wolle, um Opel nach drei bis fünf Jahren wieder zu übernehmen. "GM hat ein Vorkaufsrecht", heißt es in der Resolution.
Die von der Bundesregierung und den Ländern in die Treuhand entsandten Vertreter, Ex-Conti-Chef Manfred Wennemer und der FDP-Politiker Dirk Pfeil, sind bislang gegen einen Einstieg von Magna. Ihr Rücktritt ist aber nicht vorgesehen, berichtet Reuters.
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