Der schwedische Autohersteller Saab ist pleite. Das seit neun Monaten stillstehende Unternehmen hat am Montag selbst die Insolvenz beantragt, bestätigte der Unternehmenschef und Mehrheitseigner Victor Muller.
Als letzte Hoffnung galten Verhandlungen mit dem chinesischen Autokonzern Youngman, die noch am Wochenende in Stockhom geführt wurden.
Milliarden-Schulden bei Zulieferern
Der Autobauer Saab ging 1947 als Sparte des gleichnamigen Flugzeugherstellers an den Start. 1990 stieg General Motors mit einer 50-Prozent-Beteiligung ein. Zehn Jahre später übernahm der US-Konzern sämtliche Anteile. Saab wurde Anfang 2010 an den niederländischen Sportwagenbauer Spyker veräußert. Anfang September 2011 beantragte das Unternehmen Gläubigerschutz. Gespräche mit mehreren Investoren scheiterten. Die Produktion steht seit Monaten still. Saab schreibt seit mehr als zehn Jahren Verluste.
Saab schuldet seinen 3.500 Beschäftigten im Stammwerk Trollhättan seit Ende November die Löhne und hat Milliarden-Schulden bei Zulieferern.
Das Unternehmen gehörte bis Anfang 2010 zum US-Konzern General Motors (GM) und wurde dann vom sehr kleinen niederländischen Sportwagenhersteller Spyker Cars übernommen. Alle Versuche zur Zusammenarbeit mit finanzstärkeren Partnern in Russland sowie China blieben erfolglos. (dpa)
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