Trotz eines geplanten Abbaus von etwa 4000 der noch knapp 25000 Jobs bei Opel in Deutschland sollen hier alle Werke des Autobauers erhalten werden. In einer der FR vorliegenden Rahmenvereinbarung zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat sind folgende Auslastungen für die vier Werke vorgesehen:
Kaiserslautern: Das Werk soll zu einem Kompetenzzentrum für Motoren und Komponenten ausgebaut werden. Dazu sind vier zusätzliche Pressenstraßen vorgesehen. Der momentan in der rheinland-pfälzischen Stadt gefertigte B-Diesel-Motor wird auf die Emissionsnorm Euro 6 umgestellt und weiter produziert. Außerdem ist Kaiserslautern einer der potenziellen Fertigungs-Standorte für einen neuen Dieselmotor.
Bochum: Dieses Werk wird auf die globale Delta-Fahrzeugarchitektur umgestellt. Auf dieser Basis wird der neue Van für Opel/Vauxhall von 2011 an in Bochum gebaut. Der aktuelle Zafira wird ebenfalls weiter gefertigt. Die Produktion für beide Modelle ist im Drei-Schicht-Betrieb vorgesehen, mit angepasster Kapazität von 33 Wagen pro Stunde. Für Bochum gibt es noch zwei zusätzliche Optionen: Werden zusätzliche Kapazitäten in Europa für den Astra Caravan oder andere Modelle der Kompaktklasse benötigt, dann sollen die Nordrhein-Westfalen den Zuschlag erhalten. Ähnliches gilt, wenn auf der Basis des Zafira ein weiteres Auto mit Elektroantrieb entwickelt wird. Die Produktion des F13-Getriebes in Bochum wird bis Ende 2011 verlängert.
Rüsselsheim: Das Stammwerk soll alle Autos auf Grundlage der momentanen Insignia-Architektur fertigen. Zusätzlich wird im Jahr 2011 eine flexible Produktion für den neuen Astra-Fünftürer eingerichtet. Um eine hohe Auslastung aller Astra-Werke in Europa zu gewährleisten, wird Rüsselsheim von 2012 bis 2014 im Schnitt die Hälfte der Fünftürer fertigen. Der Anteil im nächsten Jahr hängt davon ab, wie der Fünftürer anläuft. Das F 40/F 50-Getriebe wird weiter im hessischen Rüsselsheim gefertigt. Das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim ist zuständig für alle Kompaktwagen weltweit und die komplette Opel/Vauxhall-Modellpalette.
Eisenach: Dort werden von 2010 an bis 2013 alle Dreitürer des aktuellen Corsa-Modells bis zu maximal 30 Prozent des gesamten Eisenach- und Saragossa-Volumens gefertigt. Bei dem Corsa-Nachfolgemodell soll der geplante Umfang nach einem bestimmten Schlüssel auf das thüringische Werk und die Fabrik im spanischen Saragossa verteilt werden. Eisenach ist auch der Favorit für die Produktion des vom Management zugesagten Kleinwagens unterhalb des Corsa.
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