Mit der Erhöhung der Leitzinsen um 0,25 Prozent überraschte EZB-Präsident Mario Draghi viele Ökonomen. Sie hatten trotz der drohenden Rezession und der Schuldenkrise in der EU zunächst keine Zinssenkung erwartet.
Niedrige Zinsen verbilligen Kredite. Das erhöht die Investitionsneigung von Unternehmen und die Konsumfreude der Verbraucher - und kann so die Konjunktur ankurbeln. Die Wachstumsaussichten für den Euro-Raum hatten sich zuletzt recht eingetrübt.
Inflationsrisiko
Zugleich befeuern niedrige Zinsen aber die Inflation. Die liegt aktuell in der Euro-Zone bei drei Prozent und damit weit über dem Wert, den die Währungshüter anpeilen. Eigentlich bemüht sich die EZB, die Teuerungsrate unter zwei Prozent zu halten.
Um die Preise weitestgehend stabil zu halten, hatte Draghis Vorgänger im Amt des EZB-Präsidenten, Jean-Claude Trichet, die Leitzinsen zuletzt in zwei Schritten von 1,0 auf 1,5 Prozent angehoben. Als sich die Schuldenkrise verschärft, ließ die EZB die Zinsen unverändert. (dpa/afp)
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