Gute Nachrichten aus der Rentenversicherung: Unter der Voraussetzung, dass die Konjunktur nicht einbricht, könnte der Renten-Beitragssatz 2014 bis auf 19,0 Prozent zurückgehen. Dies stellte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel, am Donnerstag in Berlin bei der Bundesvertreterversammlung in Aussicht.
Derzeit liegt der Beitragssatz bei 19,9 Prozent des Bruttoeinkommens. Wegen der reichlich sprudelnden Beitragseinnahmen sinkt er zum 1. Januar 2012 auf 19,6 Prozent. Für 2013 rechnen Experten mit einer nochmaligen Ermäßigung auf 19,2 Prozent.
Finanzpolster von 23,5 Milliarden Euro
Eine Beitragssatzsenkung ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn die Rücklagen der Rentenkassen 1,5 Monatsausgaben übersteigen. Dank der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt wird die gesetzliche Rentenversicherung das laufende Jahr voraussichtlich mit einem Überschuss von 4,4 Milliarden Euro abschließen. Zusammen mit den Überschüssen der Vorjahre stiege das Finanzpolster dann auf 23,5 Milliarden Euro.
«Soweit die erneuten Erschütterungen der Finanzmärkte, deren Ende noch nicht absehbar ist, den Arbeitsmarkt nicht in größere Mitleidenschaft ziehen, bestehen gute Chancen, dass die positive Entwicklung in der Rentenversicherung in den kommenden Jahren weiter anhält», sagte Gunkel.
Er bekräftigte die Einschätzung, dass die gut 20 Millionen Rentner in Deutschland sich im kommenden Jahr auf einen Zuschlag von knapp 2,3 Prozent im Westen und voraussichtlich 3,2 Prozent im Osten einstellen können. (dpa/rtr)
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