Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways hat mit ihren Airbus A380-Flugzeugen nicht viel Freude. Erst vor zwei Jahren kam es bei einer A380-842 kurz nach dem Start in Singapur zu einem schweren Triebwerkschaden, nun wurden bei einem Routine-Sicherheitscheck dutzende Haarrisse in den Flügeln eines Airbus A380 gefunden.
Mitarbeiter von Qantas hatten die etwa zwei Zentimeter langen Haarrisse in den Verbindungsstücken zwischen den Spanten der Flügel und der Außenhaut entdeckt, nachdem die Maschine beim Flug von London nach Singapur in heftige Turbulenzen geraten war. Die Schäden seien jedoch nicht durch die Turbulenzen entstanden, sondern gingen auf ein Produktionsproblem beim Hersteller Airbus zurück, teilte die Fluggesellschaft mit.
Die Schäden hätten die Sicherheit von Passagieren und Besatzung nicht gefährdet, teilte Qantas zwar mit, der Riesenairbus wurde trotzdem erst einmal aus dem Verkehr gezogen. Die Risse glichen nicht jenen Schäden, die Flugzeugbauer Airbus im vergangenen Monat an den Flügeln zweier Maschinen entdeckt hatte. Damals hatte die europäische Luftsicherheitsbehörde eine Überprüfung von fast einem Drittel aller A380 angeordnet. Innerhalb einer Woche sollen die zehn Maschinen nach Reparaturen wieder zum Einsatz kommen, hieß es bei Qantas.
Europäische Flugsicherheit fordert weitere Untersuchung
Nun sollen alle Maschinen vom gleichen Typ untersucht werden. Das ordnete die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) am Mittwoch nach Angaben eines Sprechers an. Bereits Ende Januar hatte die EASA eine Untersuchung von rund 20 der 67 Maschinen vom Typ A380 angeordnet, die weltweit im Einsatz sind.
Angesichts der Ergebnisse dieser Untersuchungen solle nun die gesamte A380-Flotte überprüft werden, sagte der EASA-Sprecher. Es solle sichergestellt werden, dass es bei den Flugzeugen keine Sicherheitsprobleme gebe. (dapd/dpa/afp)
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