General Motors will in Europa 8300 der 48.000 Jobs streichen, davon fast 4000 in Deutschland. Von den Regierungen erhofft sich der Konzern Bürgschaften über 2,7 Milliarden Euro. Von Christine Skowronowski und Michael Bergius
Opel-Chef Reilly wirbt mit einem positiven Gutachten für das vorgelegte Geschäftskonzept.
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Opel-Chef Reilly wirbt mit einem positiven Gutachten für das vorgelegte Geschäftskonzept.
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Der US-Autobauer General Motors setzt bei der Sanierung von Opel und Vauxhall fest auf staatliche Hilfe aus Europa - und den finanziellen Beitrag der Arbeitnehmer. Als Joker zieht Opel-Chef Nick Reilly elf Milliarden Euro aus dem Ärmel, die der Autobauer bis 2014 in eine Produktoffensive sowie in alternative, spritsparende Antriebe investieren will. Allerdings überzeugt der vorgelegte Sanierungsplan die deutsche Politik und die Arbeitnehmervertreter noch längst nicht.
Von den Regierungen will Unternehmenschef Reilly Kredite und Bürgschaften über 2,7 Milliarden Euro. Die Anfragen inklusive Sanierungsplan mit einem positiven Testat der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth&Klein hat Opel gestern an alle politisch Verantwortlichen an Opel-Standorten verschickt. Bereits im vorigen Jahr hatte GM um 1,5 Milliarden Euro Statshilfe gebeten, etwa 1,2 Milliarden abgerufen und bis vorigen November zurückgezahlt.
Spezial: Autobauer
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Den von Deutschland nun erwarteten Beitrag beziffern Bundesregierung und Länder mit 1,5 Milliarden Euro. Auch der Arbeitnehmerobolus in Höhe von jährlich 265 Millionen Euro in der Zeit von 2010 bis 2014 ist fest eingeplant, aber längst nicht vereinbart. Ebenso wie der Abbau von etwa 8300 Stellen in Europa, davon rund 3900 in Deutschland. "Wir werden ein europäisches Unternehmen formen, das profitabel ist und dauerhaft auf eigenen Füßen steht", gibt der Opel-Chef als Losung aus. Einen Plan B für den gerade vorgelegten Sanierungsplan, der tiefere Einschnitte und Werksschließungen über Antwerpen hinaus vorsehe, gebe es laut Reilly derzeit definitiv nicht.
Die Reaktion aus der Politik ist verhalten. "Wir werden uns das heute von GM für Opel Europa vorgelegte Konzept sehr genau ansehen", meint Hessens Ministerpräsident Roland Koch. Für die eventuelle Zusage von Staatshilfe hält er es jedoch für geboten, dass GM "seine Beteiligung an der Sanierung und Neuaufstellung deutlich erhöht". Laut Reilly ist das derzeit nicht vorgesehen. Opel sei ein europäisches Unternehmen. Außerdem brauche GM Geld, um erhaltene Kredite in den USA und Kanada zurückzuzahlen.
Rückblick - Aktionen für Opel
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Rückblick - Aktionen für Opel
Auch ohne GM könne Opel bestehen, ist verbreitete Meinung unter den Demonstranten - schon lange bevor solche Pläne konkret werden sollten.
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Schon am frühen Morgen machen sich die Opel-Mitarbeiter in Bochum auf den Weg nach Rüsselsheim zur zentralen Kundgebung.
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Bis zu 15.000 Teilnehmer werden erwartet.
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Aber nicht nur in Rüsselsheim gehen die Opelaner auf die Straße, sondern in ganz Europa.
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Sie kämpfen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und gegen Standortschließungen. Opel bemüht sich derzeit um staatliche Hilfen.
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Im Gespräch ist schon im Frühjahr die Abtrennung vom angeschlagenen Mutterkonzern General Motors. Der US-Autobauer kann damals nur durch staatliche Notkredite überleben.
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Opel-Mitarbeiter der Standorte Rüsselsheim und Bochum marschieren zur zentralen Kundgebung vor dem Opel-Stammsitz in Rüsselsheim.
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Ein Mitarbeiter der passend zur Parole sein Banner an einem Regenschirm befestigt hat.
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Auch die nächste Opelaner-Generation ist mit dabei: das Kind des Mitarbeiters trägt ein Plakat auf dem: Mein Bruder, mein Vater und mein Großvater sind gut für Europa."
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Deutliche Worte eines Opelaners.
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Auch Bundesaußenminister und SPD-Kandidat Frank-Walter Steinmeier ist zum Aktionstag von Opel gekommen und hat zu den Arbeitern gesprochen. Sein Auftritt sorgt für Streit. Seine Einladung durch die IG Metall zu der Kundgebung sei parteipolitisch motiviert gewesen, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Christdemokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Gerald Weiß. Er sehe das als unschöne Wahlkampfhilfe. "Es ist recht instinktlos, dass die IG Metall den SPD-Kanzlerkandidaten eingeladen hat und nicht die von der Sache her zuständigen Minister Karl-Theodor zu Guttenberg und Olaf Scholz."
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Den ganzen Tag über sind Opelaner aus ganz Deutschland nach Rüsselsheim gekommen.
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Solidaritätsbekundungen: Nicht nur Mitarbeiter nehmen an dem Aktionstag teil.
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Rund 1000 Menschen kommen auf den Marktplatz in Eisenach.
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Auch in Kaiserslautern demonstrieren Opel-Mitarbeiter.
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Opel-Mitarbeiter demonstrieren im Februar 2009 am Stammsitz des Unternehmens in Rüsselsheim im Rahmen des Opel-Aktionstages für die Rettung des angeschlagenen Autobauers. Hintergrund der Proteste ist nach Angaben des Betriebsrats die geplante Übergabe eines Geschäftsplans für die Zukunft der Tochter des US-Konzerns General Motors an die Bundesregierung.
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Opel - Marke mit Tradition
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Opel - Marke mit Tradition
Werbeanzeige für den Opel Manta A, GT/E Sondermodell Black Magic, 1975
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Eine Werbeanzeige für den Opel Kadett A, 1963-1965
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Eine Werbeanzeige für das Opel Commodore A, Coupé, GS, Jahrgang 1967
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Der Opel Commodore A, Coupé, GS/E, aus dem Jahr 1970-1971
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Der Opel Kadett B, Coupé Rallye, LS, 1967-1970
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Aus dem Jahre 1971: Der Opel GT/J
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Der Opel Diesel Rekordwagen auf Basis des Opel GT von 1972.
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Damals nobel: der Opel Rekord D, Luxus, 1972-1977.
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Kurt C. Volkhart am Steuer des ersten Raketenautos Opel RAK 1, 1928.
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Die Werbeanzeige für den Opel Manta A, GT/E Sondermodell Black Magic, 1975
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Werbeanzeige für den Opel Kapitän, 1938
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Werbeanzeige für den Opel Kapitän, 1948
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Werbeanzeige für den Opel Admiral von 1937.
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Ein weiterer Opel Olympia, aus dem Jahre 1951-1953
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Der Opel Kapitän P1, 1958-1959
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Werbeanzeige mit Walter Röhrl für das Opel Kadett C Coupé, GT/E, 1975
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Der Opel Manta A, Luxus, 1970-1975
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Die momentane Krise von Opel bietet Gelegenheit, die Geschichte des Unternehmens Revue passieren zu lassen. Seit 1898 bauen die Nachfahren Adam Opels Automobile. Von peppig bis bieder- der Rückblick auf die wichtigsten Modelle ist unterhaltsam. Ein Klassiker seiner Zeit war beispielsweise der Opel Olympia Rekord aus dem Jahr 1953.
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Opels verlorener Kampf um die Freiheit
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Opels verlorener Kampf um die Freiheit
Im November 2008 ruft Opel nach einem Absatzeinbruch und massiven Verlusten als erster deutscher Autohersteller nach dem Staat. Es geht um eine Bürgschaft über "etwas mehr als eine Milliarde Euro".
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17. Februar 2009: GM will 47.000 Stellen streichen, davon 26.000 außerhalb der USA.
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27. Februar 2009: Opel will sich weitgehend von GM abkoppeln. Das von der öffentlichen Hand benötigte Kapital für ein neues europäisches Unternehmen Opel/Vauxhall wird auf 3,3 Milliarden Euro beziffert.
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2. März 2009: Der Rettungsplan wird der Bundesregierung vorgelegt.
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16.-18. März 2009: Gespräche von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in den USA bleiben ohne konkrete Ergebnisse.
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30. März 2009: US-Präsident Barack Obama stellt GM ein Ultimatum von 60 Tagen für ein tragfähiges Sanierungskonzept.
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31. März 2009: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt in Rüsselsheim staatliche Unterstützung in Aussicht. Einen direkten Staatseinstieg lehnt sie aber erneut ab.
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23. April 2009: Der italienische Fiat-Konzern zeigt Interesse an Opel und stößt auf Gegenwind vom Betriebsrat.
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28. April 2009: Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna legt ein erstes "Grobkonzept" für Opel vor.
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14. Mai 2009: Die Bundesregierung will Opel über ein Treuhandmodell mehr Zeit für Verhandlungen mit Investoren geben.
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19. Mai 2009: Vertreter von Bundesregierung, Ländern und Banken einigen sich auf eine Brückenfinanzierung von 1,5 Milliarden Euro für Opel .
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27. Mai 2009: GM kündigt an, sein Europa-Geschäft mit der Hauptmarke Opel rechtlich abzuspalten.
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27./28. Mai 2009: Eine Spitzenrunde im Kanzleramt scheitert zunächst. GM meldet einen zusätzlichen Finanzbedarf von 300 Millionen Euro an.
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29. Mai 2009: Kurz vor einem neuen Krisentreffen in Berlin sagt Fiat seine Teilnahme ab. Der belgische Investor RHJI scheint aus dem Rennen, der chinesische Autobauer BAIC legte kein detailliertes Angebot vor, so bleibt vorerst nur Magna im Spiel. Der Staat müsste für mindestens 4,5 Milliarden Euro bürgen.
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30. Mai 2009: Bund, Länder, GM, Magna und das US-Finanzministerium einigen sich auf ein Rettungskonzept. Der Weg für den 1,5-Milliarden-Euro-Überbrückungskredit und das lange umstrittene Treuhandmodell ist frei. Opel soll aus dem GM-Verbund herausgelöst werden. Magna will die vier deutschen Opel -Standorte erhalten. Eine Absichtserklärung wird unterzeichnet. Das Papier ist nicht bindend.
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1. Juni 2009: GM reicht in New York einen Antrag auf Insolvenz mit Gläubigerschutz ein. Die Liquidität Opels ist durch das Rettungspaket gesichert.
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10. Juli 2009: GM fährt zum Neustart aus der Insolvenz, mehrheitlich ist der US-Autobauer nun in Staatsbesitz. Zur Sanierung fließen weit mehr als 50 Milliarden Dollar (36 Mrd. Euro) an Steuergeldern. (Archivbild, GM-Zentrale in Detroit, 1996)
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15. Juli 2009: RHJI stellt in Berlin ein verbessertes Übernahmeangebot vor. Die Bundesländer mit Opel -Standorten favorisieren Magna, weil der Zulieferer weniger Arbeitsplätze abbauen und Opel klarer vom früheren Mutterkonzern trennen will. Magna plant Staatsgarantien von 4,5 Milliarden Euro ein, RHJI zwischen 3 und 3,8 Milliarden Euro.
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22. Juli 2009: BAIC scheidet praktisch aus dem Rennen aus.
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31. Juli 2009: Der Opel -Absatz boomt in Deutschland dank der Abwrackprämie. Von Januar bis Juli werden rund 219.000 Opel-Fahrzeuge zugelassen, ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.
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6. August 2009: GM hält an RHJI als bevorzugtem Käufer fest. GM-Verhandlungsführer John Smith nennt das RHJI-Konzept das "einfachere".
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7. August 2009: GM-Chef Fritz Henderson und Magna-Chef Siegfried Wolf (Bild) klären die noch offenen Fragen. Der GM-Verwaltungsrat kann sich nicht auf eine Empfehlung für einen der beiden Bieter einigen.
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19. August 2009: Bund und Länder drücken aufs Tempo und wollen den Kredit für Opel von 4,5 Milliarden Euro ohne die anderen Opel-Staaten vorstrecken, wenn GM sich für Magna entscheidet.
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10. September: GM gibt bekannt, dass der Verwaltungsrat einen Verkauf von Opel an Magna empfiehlt. Die Treuhand genehmigt das Geschäft.
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14. September: Magna bestätigt, dass in Deutschland mehr als 4000 der rund 25 000 Stellen wegfallen werden. Die EU-Kommission kündigt eine "sehr sorgfältige" Prüfung der Beihilfen an. Belgien ist aufgebracht, weil der Standort Antwerpen gefährdet ist. Widerstand kommt auch aus Großbritannien und Spanien.
bis zu 500 Millionen Euro unterstützen. Der Betriebsrat fordert für den Lohnverzicht eine Unternehmensbeteiligung von zehn Prozent und Mitspracherechte für die Beschäftigten. Eine Einigung ist
Voraussetzung für den Kaufvertrag.
13. Oktober: Die spanische Regierung sieht Fortschritte in den Verhandlungen mit Magna. Der Zulieferer habe einen Vorschlag vorgelegt, der langfristig die Zukunft des Opel-Werks nahe Saragossa garantiere.
15. Oktober: Der Opel-Übernahmevertrag soll unter Dach und Fach gebracht werden. Um letzte Unwägbarkeiten zu beseitigen, wird die Unterzeichnung
jedoch noch ausgesetzt.
16. Oktober: In einem Brief an Wir
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30. September: Die europäischen Opel-Händler wollen den Neustart mit bis zu 500 Millionen Euro unterstützen. Der Betriebsrat fordert für den Lohnverzicht eine Unternehmensbeteiligung von zehn Prozent und Mitspracherechte für die Beschäftigten. Eine Einigung ist
Voraussetzung für den Kaufvertrag.
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13. Oktober: Die spanische Regierung sieht Fortschritte in den Verhandlungen mit Magna. Der Zulieferer habe einen Vorschlag vorgelegt, der langfristig die Zukunft des Opel-Werks nahe Saragossa garantiere.
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15. Oktober: Der Opel-Übernahmevertrag soll unter Dach und Fach gebracht werden. Um letzte Unwägbarkeiten zu beseitigen, wird die Unterzeichnung jedoch noch ausgesetzt.
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16. Oktober: In einem Brief an Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) äußert EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes (Bild) schwere Bedenken gegen die von der Bundesregierung
versprochenen 4,5 Milliarden Euro an Staatshilfen. GM sollte schriftlich versichern, sich aus ökonomischen Gründen für Magna entschieden und nicht auf Druck der Bundesregierung gehandelt zu haben.
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3. November: Kurz vor Beginn der GM-Verwaltungsratssitzung, bei der über Opel befunden wird, legen die europäischen Arbeitnehmervertreter
ihren angekündigten Beitrag zur Sanierung von New Opel vor. Im Bild Betriebsratschef Franz.
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3. November:Der erwünschte Erfolg bleibt jedoch aus. GM will Opel behalten, verkündet Vorstandsvorsitzender Fritz Henderson.
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GM verkauft Opel doch nicht. Damit geht ein einjähriger Kampf zu Ende. Ein Blick zurück.
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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) gibt sich reserviert und kündigte lediglich an, die Unterlagen von GM "sorgfältig" auszuwerten. Auch die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) versprach eine "sehr konstruktive und schnelle" Prüfung.
Die Grünen im Bundestag warnen Brüderle: "Eine Bürgschaft für Opel durch den Bund ist falsch", sagte Fraktionsvize Fritz Kuhn der Frankfurter Rundschau. "Der Bund muss die ökologische Modernisierung der Autoindustrie unterstützen, aber dies muss für alle Hersteller gelten." Ob es Landeszuschüsse geben solle, hänge von einem Gesamtkonzept der Länder ab, betont Kuhn. Aufgabe des Bundes sei es allerdings, "betroffene Menschen bei Vermittlung und Qualifizierung in den betroffenen Regionen zu unterstützen." Zurückhaltend äußerte sich auch der SPD-Wirtschaftsexperte Garrelt Duin. Voraussetzung für staatliche Hilfe müsse die Einigung zwischen GM und den Arbeitnehmern sein, sagte er der FR. "Ohne dieses Einvernehmen besteht die Gefahr, dass mit Steuergeldern der Abbau von Arbeitsplätzen subventioniert wird." Das widerspräche den Zielen des Deutschlandplans.
Die EU-Kommission knüpft Staatshilfen für Opel an strenge Bedingungen. "Die Sanierung des Unternehmens muss auf ökonomischen Überlegungen beruhen", sagte der Sprecher der scheidenden EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. "Vor allem darf die geografische Verteilung der Hilfen nicht nach politischem Kalkül bestimmt werden."
Opel-Geasmtbetriebsratschef Klaus Franz quittiert die geplanten Milliarden-Investitionen und die angekündigte Produktoffensive mit einer konkreten Forderung. "Das Unternehmen muss in den nächsten Jahren mindestens 1000 Ingenieure einstellen." Anders seien die ehrgeizigen technologischen Ziele auch wegen altersbedingter Abgänge nicht zu erreichen. Das Personalkonzept ist aus seiner Sicht noch nicht schlüssig.
Im Übrigen bleibt das Europäische Arbeitnehmerforum von Opel dabei: Kein Cent von den Arbeitnehmern, solange das Management für einen finanziellen Sanierungsbeitrag keine Sicherheiten etwa über eine Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer bieten wollte. Reinhold Hoben, Produktionsgeschäftsführer bei Opel, versichert der FR, dass über Zugeständnisse an die Belegschaft gesprochen werde.