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Insolvenz der Drogeriekette Schlecker: Schlecker verliert sechs Millionen Kunden

Die insolvente Drogeriekette Schlecker hält heute die erste Pressekonferenz seit den neunziger Jahren ab, um Wege aus der Krise vorzustellen. Bisher hat sie in fünf Jahren sechs Millionen Kunden verloren - an die Konkurrenten dm und Rossmann.

Einkaufswagen eines Schlecker-Drogeriemarkts. Foto: Stefan Puchner
Einkaufswagen eines Schlecker-Drogeriemarkts. Foto: Stefan Puchner
Ehingen –  

Es ist die erste Pressekonferenz des Konzerns seit den 1990er Jahren: Schlecker lädt an den Stammsitz in Ehingen bei Ulm ein. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz zusammen mit Vertretern der Familie Schlecker und des Managements wollen das weitere Vorgehen erläutern.

Die Drogeriekette strebt weiterhin ein Insolvenzplanverfahren an und will als Unternehmen komplett erhalten bleiben. Wie viele der rund 30.000 Stellen in Deutschland abgebaut werden, ist bisher unklar. Vor einer Woche hatte Schlecker Insolvenz angemeldet. Am Wochenende wurde bekannt, dass das Land Baden-Württemberg potenziellen Investoren staatliche Hilfe in Aussicht gestellt hat.

Wie es mit Schlecker weitergeht
Wer entscheidet über die Zukunft von Schlecker?

Letztlich liegt es in der Hand der Gläubiger, wie es weitergeht. Der wichtigste Gläubiger ist der Einkaufsverband Markant, der für Schlecker und die anderen großen Drogeriemarktketten die Warenbestellung übernimmt und dafür im Voraus zahlt. Offenbar hat Schlecker seit geraumer Zeit seine offenen Rechnungen bei Markant nicht beglichen. Die genaue Summe ist bislang unklar. Es kursieren Gerüchte, dass es um 150 Millionen Euro gehen könnte.

In den letzten fünf Jahren hat das Unternehmen nach einer Untersuchung der Nürnberger Martkforscher GfK sechs Millionen Kunden verloren. Laut "Wirtschaftswoche" wanderten allein 2011 rund zwei Millionen Kunden ab. 40 Prozent der Abwanderer gingen lieber bei dm oder Rossmann einkaufen. (dpa/kho)

Protest gegen Schlecker XL

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Datum:  30 | 1 | 2012
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