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07. Januar 2012

Smartphones: Samsung baut Abstand zu Apple aus

Nicht nur in Korea beliebt: Das Samsung Galaxy.  Foto: ap

Mit einem Rekordgewinn hat Samsung seine Stellung als Smartphone-Weltmarktführer gefestigt. Der Rivale Apple kommt nicht hinterher - vorerst kann er wohl nur mit Patentklagen gefährlich werden.

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Der Elektronik-Riese Samsung hat mit unerwartet starken Geschäftszahlen seine Stellung als Smartphone-Weltmarktführer gefestigt. Für das vierte Quartal 2011 vermeldete das südkoreanische Unternehmen am Freitag einen Rekordgewinn sowie einen unerwartet hohen Umsatz.

Treibende Kraft des Gewinnanstiegs von 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr war demnach ein Rekord-Absatz der technisch ausgeklügelten Mobiltelefone von 35 Millionen Stück. Samsung hat damit auf diesem Geschäftsfeld seine Führung vor dem US-Rivalen Apple ausgebaut und bleibt der nach Umsatz weltgrößte Technologie-Konzern der Welt.

Für den Zeitraum von Oktober bis Dezember geht Samsung nach bisherigen Berechnungen von einem operativen Gewinn von 5,2 Billionen Won aus (etwa 3,5 Milliarden Euro). Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten dagegen nur 4,7 Billionen Won erwartet. Dies wäre der höchste Gewinn in der Samsung-Firmengeschichte.

Der Umsatz dürfte bei umgerechnet 31 Milliarden Euro liegen und damit auch etwas über den Erwartungen. Die Koreaner legen erst Ende Januar ihre detaillierten Geschäftszahlen vor.

Streit um Patente

Experten hatten ein starkes Abschneiden erwartet. Zwar kämpft Samsung mit einem schwachen Markt für Speicherchips, wo das Unternehmen ebenfalls Weltmarktführer ist. Allerdings zeigen sich Kunden von dem Angebot bei Smartphones überzeugt.

Hier haben sich zudem Konkurrenten wie HTC, Nokia und Research in Motion mit ihren jüngsten Geräten nicht durchsetzen können. Samsung hatte die Märkte bereits im dritten Quartal mit unerwartet guten Geschäftszahlen überrascht. Damals zogen die Koreaner bei Smartphones an Apple vorbei. Samsung macht auch mit Computerchips für mobile Geräte sowie Hochleistungs-Bildschirmen mit OLED-Technik gute Geschäfte.

Apple ist ein wichtiger Kunde von Samsung: Die Kalifornier bauen Samsung-Chips in das iPhone und den Tablet-PC iPad ein. Gleichzeitig streiten sich die beiden Konzerne vor zahlreichen Gerichten weltweit um Patente.

Samsung darf die betroffenen Geräte in einigen Ländern – unter anderem in Deutschland – nicht verkaufen. Am 2. März soll nach Angaben von Samsung ein Gericht in Mannheim ein Urteil in dem Patentstreit fällen.

Auch der taiwanesische Samsung-Rivale HTC legte am Freitag Zahlen vor, die allerdings die Erwartungen der Börsianer nicht erfüllten: Der Gewinn ging um ein Viertel zurück. (Reuters)

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