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18. Februar 2016

Sportartikelhersteller: Die Wiederbelebung des Pumas

 Von 
Rihanna auf einer Puma-Modeshow in New York.  Foto: REUTERS

Der US-Superstar Rihanna soll dem fränkischen Sportartikler Puma zu einem Comeback verhelfen.

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Es war kein gutes Jahr für Puma. Zwar haben die Kunden 2015 wieder mehr Geld ausgegeben für die Sportartikel des fränkischen Herstellers und Adidas-Konkurrenten. Doch der Gewinn der bekannten Marke mit der springenden Raubkatze ist um 42 Prozent auf nur noch 37 Millionen Euro eingebrochen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Nun sollen Rihanna und Usain Bolt helfen.

Die Sängerin und Stil-Ikone auf der einen und der Sprintstar auf der anderen Seite stehen geradezu idealtypisch für die beiden Stoßrichtungen der geplanten Rückkehr von Puma auf die großen Bühnen. Markenbotschafterin Rihanna soll gezielt modebewusste weibliche Kundschaft locken und hat dazu jüngst in New York eine Kollektion präsentiert. Vor Läden, die von ihr mitentworfene Puma-Sportschuhe verkaufen, bildeten sich Stunden vor Eröffnung lange Schlangen trendbewusster Frauen, freute sich Puma-Chef Björn Gulden zur Bilanzvorlage. So etwas sei bislang in der Branche nur bei männlicher Kundschaft der Fall gewesen, wenn von berühmten Sportlern beworbene Schuhe ihren Verkaufsstart hatten.

Bei dieser Klientel wiederum soll Usain Bolt das Zugpferd sein und für Puma dazu bei den diesjährigen Olympischen Spielen in Brasilien tunlichst im Mittelpunkt stehen. Dazu kommt die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, bei der die Franken fünf Teams ausrüsten. Diese Bühnen nutzen aber auch die hoffnungslos enteilten Konkurrenten Nike (USA) und Lokalrivale Adidas, die jeweils ein Mehrfaches von Puma umsetzen.

Zudem hat der US-Newcomer Under Armour die kleinen Franken 2015 vom Treppchen gestoßen und global Rang drei der Sportartikelkonzerne erobert. Dafür hat ein Wachstumssprung von über einem Viertel auf umgerechnet 3,7 Milliarden Euro gesorgt. Puma trotz eines Plus um 6,5 Prozent nur auf knapp 3,4 Milliarden Euro.

„Die Zukunft ist weiblich“

Nun drängt Under Armour verstärkt auf den europäischen und deutschen Markt. Ein Ausrüstervertrag mit dem Zweitligakultclub St. Pauli ist unter Dach und Fach. Interesse wird dem US-Konzern zudem an Schalke 04 oder am FC Bayern-Star Thomas Müller nachgesagt. Falls Under Armour auf dieser Seite des Atlantiks wiederholen kann, was in den USA gelungen ist, wo sogar Adidas überrundet wurde, kann Puma nur noch hinterherhecheln. Gestartet ist Under Armour erst 1996 als Hersteller von Thermounterwäsche.

Gulden setzt bei der Wiederbelebung von Puma indessen betont auf Frauen. „Die Zukunft ist weiblich“, sagt er. Immer mehr Frauen würden Sport treiben, speziell in bevölkerungsreichen Märkten wie China. Bei frauenbetontem Fitnessport sei Puma hierzulande schon jetzt die Nummer eins. Da geht es auch um Mode, dabei hatte der Norweger vor zweieinhalb Jahren zum Amtsantritt noch erklärt, dass er „zurück zum Sport“ wolle. Denn Puma war zur reinen Modemarke verkommen, plötzlich nicht mehr in und stand mangels innovativer Produkte für Athleten auch weitgehend ohne Brot-und-Butter-Geschäft da.

Das hat Gulden inzwischen geändert. „Aber wir müssen beides machen, Mode und Sport“, stellt der Norweger klar. Dazu wird auch die Werbetrommel weiter kräftig gerührt. Einen Umsatzzuwachs von bis zu einem Zehntel und mehr Gewinn soll das bringen. Von alter Größe bleiben die einmal Trend setzenden Franken aber vorerst weit entfernt.

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