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12. September 2013

Spritpreis-Meldestelle: Benzinpreise im Fünf-Minuten-Takt

Auf Websites und über Smartphone-Apps können Verbraucher den günstigsten Spritpreis in ihrer Umgebung herausfinden. Foto: dpa

Das Bundeskartellamt startet den Probebetrieb der zentralen Spritpreis-Meldestelle. Über verschiedene Websites und Smartphone-Apps können die günstigsten Spritpreise abgerufen werden. Am 1. Dezember soll die Markttransparenzstelle in den Regelbetrieb starten.

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Autofahrer können ab sofort gezielt per Smartphone, Tablet oder auf dem Computer preisgünstigste Tankstellen finden. Das Bundeskartellamt stellte am Donnerstag die Ampel für den Probebetrieb der zentralen Spritpreis-Meldestelle auf Grün. Abrufbar sind die Informationen über die Internetseiten von zunächst vier Anbietern und über Smartphone-Apps. Weitere Portale sollen in den nächsten Wochen folgen.

Autofahrer finden die Spritpreis-Infos ab sofort auf den Internetseiten adac.de/tanken, spritpreismonitor.de, clever-tanken.de und mehr-tanken.de. Noch nicht alle Portale haben auch schon Apps, bislang verfügbar sind im AppStore fürs iPhone und bei Google Play für Android-Telefone die Anwendungen "clever-tanken.de" und "mehr-tanken".

Laut Kartellamt melden derzeit bereits mehr als 13.000 der rund 14.500 Tankstellen in Deutschland ihre Preise der zentralen Stelle. Die restlichen Tankstellen werden ihre Preisdaten in den nächsten Tagen und Wochen ebenfalls liefern. Übermittelt wird jede Preisänderung in Echtzeit.

Preisänderungen werden binnen fünf Minuten gemeldet

Kartellamt-Präsident Andreas Mundt betonte vor Journalisten in Bonn, die Preisänderungen der gängigen Kraftstoffsorten E5, E10 und Diesel würden nun binnen fünf Minuten an die sogenannte Markttransparenzstelle gemeldet. Die zentrale Stelle leite diese Angaben "im Minutentakt" an die Informationsdienste für die Verbraucher weiter - kostenlos.

Im Internet werden die Spritpreise in unterschiedlicher optischer Aufmachung detailliert dokumentiert. Neben den aktuellen Preisen, dem Namen der Tankstelle und ihrer Anschrift erhalten Verbraucher unter anderem Informationen zur Uhrzeit der jüngsten Preisänderung und zur Entfernung der Tankstelle. Die Zahl der Dienste soll bald steigen: Weitere acht sind bereits zugelassen und werden in den nächsten Tagen an den Start gehen, insgesamt liegen dem Kartellamt bereits Anträge von knapp 100 Interessenten vor.

"Die Verbraucher haben somit erstmals die Möglichkeit eines echten Preisvergleichs und können gezielt die preiswertesten Tankstellen in der Umgebung oder auf ihrer Route anfahren", unterstrich Mundt. Während des Probetriebs der zentralen Meldestelle sollen auch mit Hilfe der Verbraucher noch Korrekturen an dem System vorgenommen werden. Am 1. Dezember soll die Markttransparenzstelle dann in den Regelbetrieb übergehen. "Kinderkrankheiten sind immer unvermeidlich, und dieses System wird auch Kinderkrankheiten haben", sagte Mundt.

Wettbewerb zwischen Tankstellen verschärfen

Die Markttransparenzstelle soll den Wettbewerb zwischen den Tankstellen verschärfen. Zudem soll das Kartellamt besser gegen Kartellrecht-Verstöße vorgehen können, etwa wenn Mineralölkonzerne Kraftstoff teurer an freie Stationen verkaufen als an eigene Tankstellen.

Vor dem Start der Spritpreis-Meldestelle gab es laut clever-tanken.de keine auffälligen Preisbewegungen in Deutschland. Nachdem die Preise für Diesel und Benzin Anfang September leicht gestiegen waren, fielen sie demnach seit 8. September um rund ein bis zwei Cent.

Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) verwies darauf, dass die Verantwortung für die schnelle und korrekte Information auf den Preisportalen bei den Internet- und App-Anbietern liege. "Hier gab es in den vorbereitenden Tests bis zuletzt spürbare Unterschiede bei der Qualität der Preisangaben sowie bei der Reaktionszeit auf gemeldete Preisänderungen", erklärte der Verband, der die Tankstellenmarken Agip, Aral, Esso, JET, OMV, Shell, Star und Total vertritt. (afp)

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