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Starke Wirtschaftsdaten heben Dax auf Fünfjahreshoch

Frankfurt/Main. Unerwartet gute Konjunkturdaten haben deutsche Aktien am Freitag beflügelt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex hatte sich im Januar zum dritten Mal in Folge aufgehellt. Zusätzlich stützten der starke Euro und freundlich startende US-Börsen.

Erst überraschend schwache Zahlen vom US-Immobiliensektor hätten die Aufwärtsdynamik am späten Nachmittag gedrosselt, sagte Händler Gregor Kuhn vom Broker IG. Der Dax erreichte den höchsten Stand seit fünf Jahren und endete 1,42 Prozent über Vortag bei 7857,97 Punkten. Dies entspricht einem Wochengewinn von zwei Prozent. Der MDax stieg um 0,43 Prozent auf 12 730,02 Punkte. Der TecDax stieg wegen massiv gefallener Solarworld-Aktien nur um 0,08 Prozent auf 889,13 Punkte.

Bei Einzelwerten sorgten vor allem Analystenkommentare für Bewegung. Bester Dax-Wert waren die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer. Sie verteuerten sich nach einem positiven Analystenkommentar um 4,83 Prozent. Ebenfalls stark gefragt waren die Titel von Henkel und BASF mit Gewinnen von jeweils knapp zweieinhalb Prozent. Verluste gab es hingegen bei den Anteilsscheinen von K+S mit minus 0,63 Prozent und Lanxess-Titeln mit einem Abschlag von 0,66 Prozent. Beide litten unter negativen Analystenstudien.

Im MDax standen Aktien der Automobilzulieferer Dürr und Leoni mit einem Plus von jeweils knapp vier Prozent an der Spitze. Im TecDax brachen die Papiere von SolarWorld um über 30 Prozent ein. Dies war gleichzeitig der höchste Tagesverlust der Aktien seit dem Börsengang im Jahr 1999. Die Krise in der Solarindustrie bringt das einstige Vorzeigeunternehmen der Branche finanziell immer stärker in Bedrängnis. Gläubigern droht nun der Schuldenschnitt.

Der EuroStoxx 50 schloss 0,78 Prozent höher bei 2744,18 Punkten. Der Pariser CAC 40 zeigte sich ebenfalls fester, während der Londoner FTSE-Index nur ein knappes Plus verbuchte. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa 0,28 Prozent über dem Vortagesschluss.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,22 Prozent am Vortag auf 1,29 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,23 Prozent auf 133,83 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,58 Prozent auf 142,50 Punkte ein. Der Kurs des Euro rückte wegen des starken Ifo-Index weiter vor und bewegte sich auf dem höchsten Niveau seit rund elf Monaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3469 (Donnerstag: 1,3349) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7424 (0,7491) Euro. (dpa)

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