In den Fall Opel kommt Bewegung. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau soll in den nächsten drei Wochen eine Entscheidung über die Zukunft des europäischen Geschäfts und die knapp 48000 Beschäftigten fallen.
Für den Abbau von 900 der 6300 Jobs im spanischen Werk haben sich Arbeitnehmervertreter und Management auf eine Lösung geeinigt. Die Stellen werden ohne Entlassungen im Wesentlichen über Altersteilzeit und Vorruhestand gekappt.
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Als Ausgleich für 350 dieser Jobs werden - gemäß dem spanischen Arbeitsrecht - die Zeitarbeitsverträge von 350 jüngeren Menschen in feste Kontrakte umgewandelt, wie ein Opel-Sprecher erläutert. Zudem werden nach Angaben spanischer Gewerkschaftsvertreter die Löhne für 2009 und 2010 um ein Prozent angehoben, für 2011 und 2012 sollen sie um zwei Prozent steigen.
Als Durchbruch in dem seit anderthalb Jahren währenden Ringen um die Zukunft des europäischen Geschäfts kann die Einigung gleichwohl nicht interpretiert werden. Opel spricht zwar von einem "positiven Signal und wichtigen Schritt für die Neuausrichtung von Opel und der britischen Schwester Vauxhall." Eine grundsätzliche Einigung über die Zukunft des europäischen Geschäfts stehe aber noch aus. Zumindest in diesem Punkt sind sich Management und Betriebsräte einig.
Der Chef des Europäischen Arbeitnehmerforums (EEF) von Opel und Vauxhall, Klaus Franz, wertet es als positiv, dass der Abbau in Spanien ohne Kündigungen über die Bühne gehe. "Dies müsse auch für den Rest in Europa gelten."
Die nun getroffene Regelung sei in völligem Einklang mit dem EEF und trage nationalem Recht Rechnung. Dies habe auch eine zügige Entscheidung nötig gemacht, da sonst die Gefahr bestand, dass GM zu einem späteren Zeitpunkt einseitig Kündigungen hätte aussprechen können.
Laut Franz hat sich an der Grundhaltung der europäischen Arbeitnehmervertreter in Europa und damit auch in Spanien nichts geändert: Kein Cent Arbeitnehmerbeitrag ohne finanzielle Sicherheiten, ohne industrielles Konzept, Zusagen zur künftigen Produktpalette und Mitsprache der Arbeitnehmer. GM will inklusive Altersteilzeit in Europa 10.000 Stellen kappen und einen Sanierungsbeitrag der Belegschaft von 1,3 Milliarden Euro.
Die von GM geforderte Staatshilfe von knapp zwei Milliarden Euro ist nicht geregelt. Spanien besteht zuvor weiter auf einem schlüssigen Europa-Konzept. Der Antrag auf 1,5 Milliarden in Deutschland ist laut Bundesregierung noch in Arbeit. (mit ddp)
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