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20. Dezember 2012

Stuttgart 21: Bahn zahlt eine Milliarde mehr

„Wir hatten vorausgesetzt, dass man uns unterstützt“, klagt Grube.  Foto: dapd

Die Bahn zahlt über eine Milliarde Euro mehr für "Stuttgart 21", sagt der Vorstandsvorsitzende Grube. Das Land Baden-Württemberg ruft er dazu auf, sich an den Kosten der Schlichtung zu beteiligen.

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Die Bahn will nach einem Zeitungsbericht Mehrkosten von 1,1 Milliarden Euro beim Bahnprojekt „Stuttgart 21“ übernehmen.

Dies seien genau die Mehrausgaben, „die direkt in die Verantwortung der Bahn fallen“, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube der Eßlinger Zeitung. Alle anderen zusätzlichen Aufwendungen, die nicht zum ursprünglichen Konzept von „Stuttgart 21“ gehörten, müssten jedoch über eine „separate Finanzierungsvereinbarung zwischen den Partnern“ geregelt werden. Zuletzt war von weiteren Kostenrisiken von bis zu 1,2 Milliarden Euro die Rede.

"Nach bestem Wissen und Gewissen gerechnet"

Grube sieht als Hauptgrund für die Kostenexplosion (siehe Bericht) beim umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 die mangelnde Kooperation der Behörden. „Wir hatten vorausgesetzt, dass man uns unterstützt“, sagte er. Die Planungen seien sehr kompliziert und keine der Behörden wolle einen Fehler machen. „Da wird man für jeden Stempel von Pontius zu Pilatus geschickt.“ Es habe aber auch kostspielige Fehlplanungen gegeben.

Grube besteht darauf, dass Land und Stadt sich an den Mehrkosten beteiligen, die durch neue Planungen für den Bahnhof oder die Schlichtung entstehen. „Alles, was nicht zum ursprünglichen Konzept von Stuttgart 21 gehört, muss über eine separate Finanzierungsvereinbarung zwischen den Partnern geregelt werden, die zusätzliche Wünsche haben.“

Weitere Kostensteigerungen schloss er nicht grundsätzlich aus: „Bei großen Infrastrukturprojekten kann man nicht genau wissen, was in sechs, sieben oder acht Jahren passiert.“ Die neuen Zahlen seien aber nach bestem Wissen und Gewissen gerechnet. Grube versprach zudem Kostentransparenz.

Vergangene Woche hatte der Vorstand den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn darüber informiert, dass „Stuttgart 21“ sich wegen Planungsfehlern für den Konzern um 1,1 Milliarden auf 5,6 Milliarden Euro verteuern wird. (dpa/dapd)

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