Die IG Metall will ab 17. November einen unbefristeten Arbeitskampf in der Metall- und Elektroindustrie beginnen, falls nächste Woche in den Verhandlungen in Baden-Württemberg kein Abschluss gelingt. "Wenn wir am 11. November das Scheitern feststellen sollten, werden wir am 13. in die Urabstimmung gehen und dann am Montag darauf mit Streiks beginnen", sagte der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber am Mittwoch bei einer Protestkundgebung in Neckarsulm. "Wir sind überall auf einen Streik vorbereitet: von Friedrichshafen bis Kiel und von Emden bis Cottbus."
Gewerkschafter wie Arbeitgeber hoffen, dass nächste Woche doch noch ein Abschluss klappt: "Wir werden alles tun, um einen großen Arbeitskampf zu verhindern", so Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser. "Aber wenn er uns aufgezwungen würde, würden wir uns dem nicht entziehen."
Die Arbeitgeber bieten bislang 2,1 Prozent mehr Geld für nächstes Jahr und eine Einmalzahlung. Die Gewerkschaft verlangt acht Prozent. Gestern nahmen laut IG Metall bis zum Mittag 115 000 Beschäftigte aus über 500 Betrieben an Warnstreiks teil. Bei Opel in Rüsselsheim gab es die bislang größte hessische Protestaktion: 6000 Arbeitnehmer versammelten sich vor den Toren des Stammwerks. rtr/dpa
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