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21. März 2011

Tarifverhandlungen: GDL droht mit Streiks bei Bahn-Konkurrenten

Lokomotivführer Marco Henning steht im schleswig-holsteinischen Jübeck vor einem Zug der privaten NOB (Nord-Ostsee-Bahn).

Nach sieben Wochen Unterbrechung und mehreren Streikwellen haben die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL ihre Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Den sechs Konkurrenten der Deutschen bahn droht die GDL aber mit Streiks.

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Nach sieben Wochen Unterbrechung und mehreren Streikwellen haben die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL ihre Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Den sechs Konkurrenten der Deutschen bahn droht die GDL aber mit Streiks.

In Frankfurt begannen neue Gespräche über Einkommen, Arbeitsbedingungen und Beschäftigungssicherung der Lokführer. Mit einer Einigung schon am Montag rechneten beide Seiten nicht, weitere Verhandlungstermine wurden bereits verabredet. «Wir erwarten konstruktive, sachliche und zügige Verhandlungen», sagte der Personalvorstand der Deutschen Bahn AG, Ulrich Weber. «Ich denke, Priorität hat unverändert die Idee eines Rahmentarifvertrages für Lokomotivführer. Wir werden nicht mit dem heutigen Tag auskommen.»

Erklärtes Ziel der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind einheitliche Tarifstandards für etwa 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr, unabhängig davon, bei welchem Unternehmen sie beschäftigt sind.

Die Deutsche Bahn AG hatte zuletzt ihren Willen zum Abschluss eines neuen Tarifvertrages bekräftigt. Die sechs großen Bahnkonkurrenten (Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn) verweigerten sich jedoch weiter, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Er drohte den sechs Unternehmen deshalb mit weiteren Streiks. „Das wird nicht mehr lange auf sich warten lassen“, sagte Weselsky dem „Tagesspiegel“ vom Montag. Zunächst strebe die Gewerkschaft nun einen Tarifkompromiss mit der Deutschen Bahn an.

Anschließend wolle die Gewerkschaft „mit jedem einzelnen“ der sechs wichtigsten Bahn-Wettbewerber (G-6) verhandeln, sagte Weselsky. Da die G-6 ihr ursprüngliches Verhandlungsbündnis mittlerweile aufgelöst haben, muss die GDL mit rund 25 Tochterfirmen der G-6 einzeln über Tarifverträge verhandeln.(dpa)

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