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Tarifverhandlungen: Metaller vereinbaren Jobsicherung

Die Tarifparteien der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie verständigen sich auf ein Paket zur Jobsicherung. Ums Geld geht's in der kommenden Nacht. Von Antje Schüddemage und Eva Roth

IG-Metall-Flagge: Die Industriegewerkschaft will in den Tarifgesprächen vor allem Arbeitsplätze sichern (Archiv).
IG-Metall-Flagge: Die Industriegewerkschaft will in den Tarifgesprächen vor allem Arbeitsplätze sichern (Archiv).
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Ein erster Schritt ist getan: Die Tarifparteien in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie haben sich am Dienstag auf ein Paket zur Beschäftigungssicherung verständigt. Das teilte die IG Metall mit. Die Lohn-Frage ist aber noch nicht gelöst. Das könnte in der Nacht zum Donnerstag in Nordrhein-Westfalen gelingen.

Die IG Metall strebe einen Abschluss an, der die Entgeltfrage einschließe, sagte ein Sprecher der Frankfurter Rundschau. Beide Abschlüsse dürften dann Pilotcharakter für die gesamte Metallbranche mit ihren 3,4 Millionen Beschäftigten haben.

"In einer außergewöhnlichen Zeit ist uns ein außergewöhnlicher Weg geglückt", sagte Baden-Württembergs IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Der neue Tarifvertrag "Kurzarbeit, Qualifizierung und Beschäftigung" soll bis Mitte 2012 gelten. Einzelheiten der Einigung werden heute vorgestellt.

So viel sagte die Gewerkschaft schon am Dienstag: Die "Remanenzkosten" für Betriebe sollen gesenkt werden, wenn das Unternehmen lange konjunkturelle Kurzarbeit fährt. Dabei geht es um Folgendes: Wenn eine Firma seine Beschäftigten kurzarbeiten lässt, muss sie entsprechend geringere Monatslöhne zahlen.

Als Ausgleich gibt es von der Bundesagentur für Arbeit (BA) Zuschüsse für die Beschäftigten. Die Betriebe müssen jedoch weiterhin das volle Urlaubs- und Weihnachtsgeld überweisen - und genau das sind Remanenzkosten.

Geringere Kosten für Betriebe

Insidern zufolge ist konkret geplant, dass die Jahreszahlungen auf die einzelnen Monate umgelegt werden. Dies würde bedeuten: Die Zuschüsse der BA steigen, die Beschäftigten erhalten nicht mehr die volle Jahreszahlung, aber immerhin einen großen Teil, und die Betriebe haben geringere Kosten. Man hoffe, dass die Politik und die BA bei diese Lösung mitmachen, sagte ein Insider.

Vereinbart wurde laut IG Metall in Baden-Württemberg auch, dass Betriebe künftig eine "tarifliche Kurzarbeit" beschließen können, wenn die bezuschusste konjunkturelle Kurzarbeit nicht mehr möglich ist. Dann könne die wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden gesenkt werden. Dafür sollen Beschäftigte einen Teillohnausgleich erhalten.

Autor:  Antje Schüddemage und Eva Roth
Datum:  17 | 2 | 2010
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