Toyota greift US-Experten an
Toyota spielt den Vorfall in San Diego trotzdem nicht herunter. Sikes wurde sofort befragt. Drei Toyota-Ingenieure werden sein Auto untersuchen. Auch etwa 60 Fahrer, die nach einer kostenlosen Reparatur ein Problem mit dem Gaspedal meldeten, wurden gehört. Die Reparatur wurde nicht sachgemäß ausgeführt, lautete eine mögliche Erklärung.
Die Frage nach den Folgekosten bleibt in Japan unbeantwortet. "Das hat keine Priorität", betont Firmenchef Akio Toyoda. Man wolle zuerst das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. In Toyota-Stadt spricht man daher besser nicht über den Hinweis, dass nur US-Bürger über ungewolltes Gasgeben berichten.
Lieber demonstrierte Toyota am Montag, dass sein elektronisches Gaspedal nicht so gefährlich sei, wie es der US-Experte David Gilbert behauptet hatte. Seiner Darstellung liege eine unrealistische Verkettung von Kurzschlüssen zugrunde, so Toyota. Gilberts Expertise bezahlen fünf Kanzleien, die Kläger gegen Toyota vertreten.
In Panik müssen die Toyota-Manger nach dem jüngsten Vorfall sowieso nicht verfallen. Der Aktienkurs brach nach dem Debakel in Kalifornien nur um 1,7 Prozent ein - und auch die Verkaufszahlen in den USA stimmen den Autobauer eher optimistisch: Vorige Woche lag der Absatz (ohne Lexus) um 50 Prozent über dem Vorjahr. Der Grund: Toyota lockt seit 1. März mit einer fünfjährigen Null-Prozent-Finanzierung und zwei Jahren kostenloser Wartung.
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