Neuer Name, alte Probleme: Dem aus Premiere hervorgegangenen Abofernsehen Sky geht es noch schlechter als Fachleute befürchtet haben. Das Internet-TV der Telekom ist für viele Zuschauer attraktiver. Von Frank Thomas Wenzel
Kamera des Fernsehsenders Sky.
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Das Votum der Börsianer und Analysten fällt eindeutig aus: Der Daumen zeigt nach unten. Der Kurs des TV-Bezahlsenders Sky rasselte im Handel um mehr als elf Prozent in den Keller.
Die Börsenprofis trauten dem Unternehmen, das früher Premiere hieß, ohnehin nicht allzu viel zu. Doch auch diese Erwartungen wurden enttäuscht. Dahinter steckt eine grundlegendes Problem: Das Sky-Management überschätzt das Interesse in Deutschland an Pay-TV, insbesondere an Live-Fußball hierzulande.
Der Umsatz und die Zahl der Neukunden fielen schwächer aus als erwartet - um 13 Prozent auf 208,5 Millionen Euro. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 116,7 Millionen Euro nach 89 Millionen Euro im Vorjahresquartal an.
Immerhin will Sky-Chef Mark Williams die Gewinnschwelle - vor Zinsen Steuern und Abschreibungen - Ende nächsten Jahres nun mit weniger Abonnenten erreichen als geplant. Er will es nun mit 2,8 bis 3,0 Millionen Abonnenten schaffen, bislang war er von 3,0 bis 3,4 Millionen ausgegangen. Ob das gelingt, ist allerdings fraglich.
Die wertvollsten Marken der Welt
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Die wertvollsten Marken der Welt
Auf Platz 2: IBM steigt auf von vier auf zwei: Wert: 86,383 Milliarden Dollar.
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Platz 3: Der Markenname Apple wird immer wertvoller und legt um 32 Prozent zu. Aktueller Wert: 83,153 Milliarden Dollar.
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Platz 4: Manchmal werden Firmennamen auch bekannt, weil Nutzer ihn in Verbindung mit lauten Flüchen verwenden. Ob das auch für jene Marke gilt, die als viertwertvollste ermittelt wurde? Microsoft ist 76,344 Milliarden Dollar wert - fast genauso viel wie im Vorjahr. Apple zieht vorbei.
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Platz 5: Was den Reklameaufwand betrifft, hätte man diesem Kandidaten wohl noch mehr zugetraut als den fünften Platz: Die Marke Coca Cola ist 76,344 Milliarden Dollar wert.
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Platz 6: Kleiner Imbiss gefällig, um diese Fotostrecke gestärkt durchzuklicken? McDonald's wird mit 66,005 Milliarden Dollar taxiert.
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Platz 7: Marlboro wird auf 57,047 Milliarden Dollar taxiert.
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Platz 8: Auch der Mobilfunk steht oben in der Erfolgsliste. Wer China Mobile kaufen will, würde mit 52,616 Milliarden Dollar angeblich einen angemessenen Preis bezahlen.
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Platz 9: General Electric, der Traditionskonzern aus den USA, wird auf 45,054 Milliarden Dollar geschätzt.
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Platz 10: Der zweite Mobilfunker unter den Top Ten: Die Marke Vodafone ist 44,404 Milliarden Dollar wert.
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Platz 11: Platz 11 geht an die Industrial and Commercial Bank of China, die ihren Sitz in Hong Kong hat. Wert der Marke: 43,927 Milliarden Dollar.
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Platz 12: Die US-Technologiefirma Hewlett Packard (HP) ist 39,717 Milliarden Dollar wert - fast 50 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
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Platz 13: Der US-Einzelhandelsriese Wal-Mart wirbt mit tiefen Preisen, ist aber einiges wert: 39,421 Milliarden Dollar.
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Platz 14: Die Marke Blackberry kommt auf 30,708 Milliarden Dollar.
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Platz 15: Amazon mit 27,459 Milliarden Dollar.
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Platz 16: Das Logistikunternehmen UPS wird auf 26,492 Milliarden Dollar geschätzt.
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Platz 17: Tesco mit 25,741 Milliarden Dollar.
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Platz 18: Visa mit 24,883 Milliarden Dollar.
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Platz 19: Oracle mit 24,817 Milliarden Dollar.
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Platz 20: Das US-Telekommunikationsunternehmen Verizon mit CEO Ivan Seidenberg schafft es auf Platz 20 - mit 24,675 Milliarden Dollar. Ein Plus von 39 Prozent.
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Nun weitere deutsche Kandidaten: Die Walldorfer Software-Schmiede SAP kommt mit 24,291 Milliarden Dollar auf Platz 21:.
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Platz 25: Das zweite deutsche Unternehmen in der Marken-Hitliste: BMW mit 21,816 Milliarden Dollar.
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Die Marke Mercedes wird auf 13,736 Milliarden Dollar taxiert - das reicht nur für Platz 53.
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Platz 77: Der Münchener Technologiekonzern Siemens kommt auf 9,293 Milliarden Dollar.
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Der bekannteste deutsche Lebensmittel-Discounter spielt ebenfalls international mit. Im Marken-Ranking steht Aldi auf Platz 83 mit mit 8,747 Milliarden Dollar.
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Und jetzt rollen wir das Feld von hinten auf: Platz 99: Avon mit 7,293 Milliarden Dollar.
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Platz 97: Gucci mit 7,588 Milliarden Dollar.
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Die US-Bank Morgan Stanley findet man mit einem Wert von 8,003 Milliarden Dollar auf Platz 95.
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Platz 93: JP Morgan mit 8,159 Milliarden Dollar.
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Platz 90: China Merchants Bank mit 8,236 Milliarden Dollar.
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Das Kreditkartenunternehmen Barclays liegt auf Platz 87. Wert: 8,383 Milliarden Dollar.
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Platz 85: Starbucks mit 8,490 Milliarden Dollar.
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Platz 84: Nissan mit 8,607 Milliarden Dollar.
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Platz 82: Red Bull mit 8,917 Milliarden Dollar.
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Platz 80: Zara mit 8,986 Milliarden Dollar.
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Platz 79: Wrigley's mit 9,201 Milliarden Dollar.
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Platz 78: Goldman Sachs mit 9,283 Milliarden Dollar.
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Platz 76: Ebay mit 9,328 Milliarden Dollar.
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Platz 74: Fed-Ex mit 9,418 Milliarden Dollar.
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Platz 70: O2 mit 10,593 Milliarden Dollar.
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Platz 67: Master Card mit 11,659 Milliarden Dollar.
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Platz 66: Dell mit 11,938 Milliarden Dollar.
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Platz 64: Subway mit 12,032 Milliarden Dollar.
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Platz 52: American Express mit 13,912 Milliarden Dollar.
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Platz 46: Honda mit 14,303 Milliarden Dollar.
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Platz 49: L'Oreal mit 14,129 Milliarden Dollar.
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Platz 48: Intel stürzt ab und kommt mit 14,210 Milliarden Dollar nur noch auf Platz 48.
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Platz 47: Colgate mit 14,224 Milliarden Dollar.
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Platz 44: Accenture mit 14,734 Milliarden Dollar.
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Platz 43: Der finnische Mobilfunk-Hersteller Nokia stürzt auf 14,866 Milliarden Dollar ab - minus 58 Prozent.
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Platz 41: Der Inbegriff für Unterhaltung in den USA, Walt Disney, steht mit exakt 15,000 Milliarden Dollar in der Tabelle.
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Platz 38: Budweiser mit 15,991 Milliarden Dollar.
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Platz 37: Bank of America mit 16,393 Milliarden Dollar.
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Platz 35: Cisco mit 16,719 Milliarden Dollar.
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Platz 33: Pampers mit 17,434 Milliarden Dollar.
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Platz 32: Nintendo mit 17,834 Milliarden Dollar.
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Platz 31: Santander mit 18,012 Milliarden Dollar.
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Platz 29: Louis Vuitton mit 19,781 Milliarden Dollar.
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Platz 28: Gillette mit 20,663 Milliarden Dollar.
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Platz 26: Die Wirtschaftskrise schmälert vor allem den Wert der Automobilmarken. Toyota kommt nur noch auf 21,769 Milliarden Dollar.
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Wie viel ist eine Marke wert? Dieser Frage gehen regelmäßig die Marktforscher von Millward Brown nach. Das Ergebnis ist erstaunlich: Spitzenreiter Google konnte um 14 Prozent zulegen, die sechs Buchstaben sind mehr als 114 Milliarden Dollar wert. Die Internet-Suchmaschine steht damit unangefochten auf Platz 1 der Hitliste.
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Dieses Szenario setzt aber wohlgemerkt voraus, dass der Umsatz pro Kunde und Monat auf einen Wert von knapp 30 Euro steigt. Von Anfang Juli und Ende September waren es aber nur 25,77 Euro.
Ende September hatte Sky 2,43 Millionen Kunden - 67.000 mehr als im Vorquartal. Williams räumte aber ein, dass das Kundenwachstum wegen nach wie vor zu hoher Kündigungsraten enttäuscht habe. "Das Wachstum ist nicht da, wo wir uns das erhofft hatten."
Premiere wurde einst von Leo Kirch gegründet, inzwischen hat der Medientycoon Rupert Mordoch bei dem Münchner Unternehmen das Sagen. Friedrich Schellmoser Analyst von der Unicredit, sieht genau darin das Problem von Sky. Die Restrukturierung werde mehr Zeit in Anspruch nehmen als geplant.
"Wir haben immer schon erwartet, dass es für Sky schwierig wird, das Neukundenziel für 2010 zu erreichen", schrieb Analyst Andreas Heinold von der LBBW. Die nun gesenkte Prognose sei ein gutes Indiz dafür, dass das Management die Akzeptanz für Pay-TV in Deutschland überschätzt habe. Es gebe immer einen Konflikt zwischen Kundenwachstum und dem Umsatz pro Kunde, und Sky scheine sich nun offensichtlich auf letzteres zu konzentrieren.
Heinold bleibt vorsichtig, da die Konkurrenz durch die Deutsche Telekom groß sei. Das wichtigste Produkt von Sky ist die Live-Übertragung der Fußballbundesliga via Kabel oder Satellit. Genau das bietet auch die Telekom unter dem Namen Liga Total an, und zwar über die Telefonleitung im Paket mit Fernsehsendern in großer Zahl, Festnetztelefonie und schnellem Internetanschluss.
Seit Anfang der Woche kommt Entertain-Pur hinzu: Telefonie und Internetfernsehen. Die Telekom hat es geschafft, die Zahl ihrer Kunden auf inzwischen knapp 900.000 zu steigern. Ende des Jahres soll es eine Million sein.
Unter Experten ist umstritten, wie groß die Zahl der Fußballfans ist, die bereit sind, ausschließlich für Live-Matches zusätzlich mindestens 15 Euro im Monat zu zahlen. Beobachter gehen davon aus, dass das Potenzial auf dem gegenwärtigen Preisniveau so gut wie ausgeschöpft ist. Dass also nur mit deutlichen Preissenkungen noch deutlich mehr Nutzer gewonnen werden können. Das würde allerdings den Geschäftsplänen von Sky zuwiderlaufen.
Entsprechend ungünstig schätzen auch die Analysten der NordLB, die Lage des Bezahlsenders ein: "Die Argumente bezüglich einer nachhaltigen Entwicklung des deutschen Pay-TV Marktes analog zu der Entwicklung der Märkte in UK oder in Italien" teilen sie gegenwärtig nicht. In den beiden Ländern, ist das Interesse an Pay-TV deutlich höher als in Deutschland. Das hängt vor allem damit zusammen, dass dort das Angebot im frei empfangbaren Fernsehen deutlich dünner ist.
Die NordLB-Experten jedenfalls erwarten, dass frühestens 2012 die Gewinnschwelle erreicht wird - und die Sky-Aktie überbewertet ist.