Ángyán sagte bei der Eröffnung der Messe Biofach in Nürnberg, der Ökolandbau wirke sich nicht nur positiv auf Umwelt- und Lebensmittelsicherheit aus, sondern wirke auch „positiv auf gesellschaftliche Prozesse“.
Der Agrarpolitiker, dessen Land zur Zeit die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union hat, verlangte von der Union „Entschlossenheit“ in dieser Frage. Er bezeichnete es als „wichtigstes Ziel“, die Größe der ökologischen Anbaugebiete zu steigern. Es sollten „so viele Landwirte wie möglich zu dieser Methode übergehen“, sagte Ángyán.
Der Ungar forderte zugleich von der EU, die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen einem deutlich schärferen Verfahren zu unterziehen. Zudem solle die EU allen Mitgliedsstaaten die Möglichkeit einräumen, den Anbau von Gen-Pflanzen im eigenen Land zu untersagen.
Dem gegenüber plädierte der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Robert Kloos (CDU), dafür, den Ökolandbau auf eine „breitere Basis zu stellen“. Aus diesem Grund sei das Bundesprogramm ökologischer Landbau für andere Formen einer „nachhaltigen Landwirtschaft“ geöffnet worden, sagte der Staatssekretär.
In Bezug auf die Landwirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern könne er sich vorstellen, in einem ökologisierten Landbau auch Mineraldünger, wie er im Biolandbau an sich tabu ist, zu gestatten.
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