New York. Durchbruch für den ums Überleben kämpfenden US-Autobauer Chrysler: Das Insolvenzgericht gab in der Nacht zum Montag grünes Licht für den Rettungsverkauf an den italienischen Fiat-Konzern.
Der drittgrößte US-Autobauer soll nun bereits bald für einen Neustart das vor einem Monat begonnene Insolvenzverfahren verlassen können.
Chrysler ist insolvent. GM wankt und droht Opel mit in die Tiefe zu reißen. Porsche und VW kämpfen gegeneinander. Die Zulieferer leiden. Jobs sind bedroht. Spezial: Krise der Autobauer
Fiat bekommt beim Einstieg zunächst 20 Prozent an Chrysler und kann den Anteil langfristig deutlich aufstocken. Vorerst hält die Autogewerkschaft UAW - im Gegenzug für Milliarden-Zugeständnisse - über ihren Betriebsrentner-Gesundheitsfonds die Mehrheit am neuen Unternehmen. Den Rest erhalten die USA und Kanada.
Die Gläubiger müssen sich im Zuge des Verkaufs mit rund zwei Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro) zufriedengeben. Bei ihnen stand Chrysler zuletzt mit knapp sieben Milliarden Dollar in der Kreide.
Nach dem Ende des Insolvenzverfahrens soll Chrysler-Chef Nardelli das Steuer des Autobauers abgeben. Fiat-Chef Sergio Marchionne will es dann selbst übernehmen.
Ein schneller Neustart wäre ein Erfolg für US-Präsident Barack Obama, der ein Verlassen der Insolvenz nach 30 bis 60 Tagen als Ziel ausgegeben hatte. Dies könnte auch die bisherige Opel-Mutter General Motors (GM) hoffen lassen. Der Insolvenzantrag des größten US- Autobauers sollte noch im Laufe des Montags gestellt werden. (dpa)
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