Die US-Börsenaufsicht SEC hat Pläne vorgelegt, wonach in den nächsten Jahren US-Unternehmen auf die internationalen Bilanzierungsrichtlinien umschwenken könnten. Dadurch sollen die Compliance-Kosten sinken und die Wettbewerbsfähigkeit steigen.
Der SEC-Vorsitzende Christopher Cox stellte einen Zeitplan vor, wonach rund 100 internationale Konzerne bereits ab 2010 die internationalen Richtlinien einführen könnten. Die anderen amerikanischen Firmen sollen dann 2014 folgen. "Ein weltweites Set von Bilanzierungsstandards mit hoher Qualität würde zu mehr Transparenz und Vergleichbarkeit führen", sagte Cox.
Bislang bilanzieren die Unternehmen in den USA nach den Generally Accepted Accounting Principles (GAAP). Sie gelten als strikter. Die internationalen Bilanzierungsregeln International Financial Reporting Standards (IFRS), werden vor allem in Europa angewandt und sind weiter gefasst. Rund 100 Länder wenden den IFRS an. Befürworter der Pläne begrüßen die Möglichkeit, Bilanzen nur noch nach einem einheitlichen Standard schreiben zu können. Kritiker fürchten, dass die Konzerne unter IFRS durch Bilanz-Tricks ihre Gewinne schönen. Die Börsenaufsicht will den internationalen und den US-Standard annähern. Sollte das nicht gelingen, behält sich die SEC vor, ihre Pläne 2011 fallen zu lassen.
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