Aktuell: Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Türkei | US-Wahl | FR-Serie: Fintechs
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Wirtschaft
Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse, Finanz-Themen

15. Januar 2013

Verbraucherpreise 2012: Lebensmittelpreise steigen stark an

 Von 
Die Lebensmittelpreise steigen 2012 um 3,2 Prozent an.  Foto: Michael Schick

Die Lebensmittelpreise steigen im Dezember 2012 in Deutschland so stark wie seit über vier Jahren nicht mehr. Insgesamt ziehen die Verbraucherpreise 2012 gegenüber 2011 um 2,0 Prozent an.

Drucken per Mail

Die Lebensmittelpreise steigen im Dezember 2012 in Deutschland so stark wie seit über vier Jahren nicht mehr. Insgesamt ziehen die Verbraucherpreise 2012 gegenüber 2011 um 2,0 Prozent an.

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Inflation fiel damit 2012 etwas niedriger aus als im Jahr zuvor, als die Preise um 2,3 Prozent zugelegt hatten, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. In den Jahren 2010 und 2009 hatte die jährliche Preissteigerung mit einem Plus von 1,1 beziehungsweise 0,4 Prozent dagegen noch deutlich unter der Zwei-Prozent-Marke gelegen.

Teure Lebensmittel

Besonders prägnant war der Anstieg der Lebensmittelpreise Ende 2012. Sie verteuerten sich so stark wie seit über vier Jahren nicht mehr. Die Preise stiegen im Dezember um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. „Dies ist der stärkste Preisanstieg bei Nahrungsmitteln seit September 2008 mit 6,4 Prozent“, erklärte das Statistische Bundesamt.

Die teuren Nahrungsmittel trieben die Inflationsrate im Dezember nach oben. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 2,1 Prozent mehr vor einem Jahr. Im November hatte die Teuerungsrate mit 1,9 Prozent noch knapp unter der Zwei-Prozent-Marke gelegen, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preise spricht. Allein von November auf Dezember zogen die Preise um 0,9 Prozent an.

Interaktiv: Inflation

Interaktive Animation mit Veränderung der Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat, Jahreswerte sowie Preistreiber und Preisbrecher.Mehr...

Tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucher im Dezember 2012 beispielsweise für Gemüse. Dafür mussten 12,0 Prozent mehr bezahlt werden als vor Jahresfrist, für Obst 9,8 Prozent mehr. Für Fleisch und Fleischwaren sowie Fisch und Fischwaren wurden jeweils 5,6 Prozent mehr verlangt. Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich um 3,3 Prozent. Im Jahresvergleich verteuerten sich Lebensmittel insgesamt um 3,2 Prozent.

Energiepreise steigen überdurchschnittlich

Neben den Lebensmittelpreisen stiegen im abgelaufenen Jahr auch die Preise für Energie deutlich an. 5,7 Prozent zahlten die Konsumenten durchschnittlich mehr. Besonders prägnant fiel der Anstieg für Umlagen der Zentralheizung und Fernwärme (+ 9,4 %) und Heizöl (+ 8,9 %) an. Auch Gas (plus 5,5 Prozent) und Strom (plus 2,8 Prozent) verteuerten sich erheblich.

Dienstleistungen dagegen schonten 2012 die Geldbeutel und entwickelten sich insgesamt um unterdurchschnittliche 1,1 Prozent. Ausschlaggebend dafür war laut Statistischem Bundesamt der Wegfall der Studiengebühren in einigen Bundesländern. Im Bildungswesen fielen die Kosten um 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem gab es überdurchschnittliche Preisrückgänge bei den Finanzdienstleistungen (- 15,7 %) aufgrund des Wegfalls der Bearbeitungsgebühren für Privatkredite bei vielen Banken. (mit rtr/afp)

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.

Forum Entwicklung

Digitale Revolution: Mit Apps aus der Armut

Das Forum Entwicklung ist eine Debattenreihe von Frankfurter Rundschau, hr-iNFO und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).  

Mit Apps aus der Armut - kann das funktionieren? Welche Chancen bietet die digitale Revolution den Entwicklungsländern? Über diese Fragen diskutieren wir beim "Forum Entwicklung" am 27. September in Frankfurt. Mehr...

Arbeitswelt

Schuften bis zum Umfallen

Von  |

Die Bundesbank empfiehlt eine unsinnige Rentenpolitik Mehr...

Finanzanlage

Mit Geld die Welt verändern

Investitionen in Projekte, die anders wirtschaften Mehr...

FRAX

Die Frankfurter Rundschau und das Forschungsinstitut Wifor präsentieren den FR-Arbeitsmarktindex, kurz FRAX. Er erlaubt einen genaueren Blick auf unsere Arbeitswelt als es die Arbeitslosen- und Beschäftigtenzahlen tun.

Videonachrichten Wirtschaft

Anzeige

Forum Entwicklung

Recht auf Arbeit – auch für Kinder?

Das Forum Entwicklung ist eine Debattenreihe von Frankfurter Rundschau, hr-iNFO und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).  

Weltweit arbeiten rund 150 Millionen Kinder – oft unter ausbeuterischen Bedingungen auf Plantagen, in der Teppichproduktion oder als Dienstmädchen. Darum geht es beim „Forum Entwicklung“ am Donnerstag, 23, April. Mehr...

Brutto-Netto-Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.
Arbeitslosengeldrechner
Wie viel Arbeitslosengeld steht Ihnen zu?
Bruttogehalt (jährl. Euro) Steuerklasse
Kinder Ja Nein Berechnen