Hannover. Der Reifenhersteller Continental verkauft sein Werk im französischen Clairoix doch nicht an den arabischen Investor MAG und macht es stattdessen dicht. 1120 Beschäftigte verlieren dadurch ihren Job.
Die Gespräche mit MAG seien ergebnislos beendet worden, teilte Conti am Montag mit. Es habe keine Einigung erzielt werden können, welche Teile des Standorts und welche Technologie verkauft werden soll, sagte ein Continental-Sprecher. "Wir haben einen Vorschlag gemacht, aber es kam nie ein Gegenvorschlag."
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Die Belegschaft hatte gegen die Schließung wiederholt und teilweise gewaltsam protestiert. Hohe Politiker hatten sich in die Diskussion eingeschaltet. Conti sah aber keine Alternative zur Schließung, da der Konzern seine Reifenproduktion angesichts der Flaute auf dem Automobil- und Lastwagenmarkt drastisch zusammengekürzt hat und Clairoix zu teuer produziert.
"Wir hätten mit dem Einstieg in das Reifenproduktionsgeschäft gern unsere bisher stark auf den Handel ausgerichtete Wertschöpfungskette erweitert", erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der in Dubai beheimateten MAG Gruppe, Fawaz Sabri. Bei Preis, der Technologie und Umweltaspekten sei aber keine Einigung möglich gewesen. "Wir hatten ernsthafte Angebote von anderer Seite, warum sollten wir uns also nicht woanders hinwenden", erläuterte Sabri. Er äußerte sich allerdings nicht dazu, welche Firmen auf MAG zugekommen seien.
Der Industrie- und Immobilienkonzern MAG aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte im Frühjahr mitgeteilt, das Werk inklusive Grundstück und Maschinen kaufen zu wollen. Dabei wollte MAG knapp die Hälfte der bisherigen Belegschaft übernehmen und drei Millionen Reifen jährlich herstellen. (rtr)
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