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28. November 2013

Wettbewerb auf Telekommunikations-Markt: Telekom-Konkurrenz rüstet auf

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Die Telekom kontrolliert 90 Prozent der Hausleitungen.  Foto: dpa

Superschnelles Internet überall – die EU-Kommission glaubt, dass dies nur mit Großkonzernen geht. Eine Studie belegt aber, dass vor allem kleinere Firmen den Ausbau voran bringen.  

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Wie bekommen wir einen zügigen Ausbau der Breitbandnetze für superschnelles Internet hin? Das ist eine nicht ganz unwichtige Frage für Millionen Nutzer. Aber noch viel wichtiger ist sie für die Telekommunikationsbranche. Die Antwort der Experten des renommierten WIK-Instituts fällt einfach aus: Durch mehr Wettbewerb. Das geht aus einer Studie hervor, die der Frankfurter Rundschau vorliegt.

Die Fachleute des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) aus Bad Honnef bei Bonn haben verschiedene Szenarien für den Breitbandausbau durchgespielt. Im günstigen Fall werden bis zum Jahr 2018 etwa 11,2 Millionen Haushalte zusätzlich an die  Hochgeschwindigkeitsnetze angeklemmt, und zwar ausschließlich durch Konkurrenten der Telekom. Die Unternehmen müssten dafür 9,1 Milliarden  Euro in die Hand nehmen. Vor allem Menschen in ländlichen Regionen würden davon profitieren.

Die Untersuchung wirft ein neues Schlaglicht auf die hitzige Debatte über die Neuordnung des Telekommunikationsmarktes. Die EU-Kommission vertritt derzeit vehement die These, dass der Ausbau der Netze in den nächsten Jahren nur dann gestemmt werden kann, wenn sich in Europa eine Handvoll dominierter Großkonzerne durchsetzt. Auch die CSU hat zuletzt  massiv dafür geworben, die Deutsche Telekom als Ex-Monopolist zu stärken.

Striktere Kontrolle notwendig

„Die vorliegende Studie stellt demgegenüber heraus, dass der Wettbewerb der Treiber von Investitionen im Telekommunikations-Markt ist“, heißt es in dem Papier, das im Auftrag des Verbandes Breko erstellt wurde – im Breko haben sich vor allem Stadtnetzbetreiber organisiert, die oft Töchter von Stadtwerken sind. Das Papier wird am Mittwoch offiziell vorgestellt.

Nach Ansicht der Wissenschaftler hat die Entwicklung der vergangenen Jahre gezeigt, dass der Ausbau der Netze nicht vom ehemaligen Monopolisten, sondern von den erheblich kleineren Konkurrenten vorangetrieben wurde. Dass die Telekom sich eher zurückhält, hat für die Autoren mit den Besonderheiten des Netzes zu tun. Der Bonner Konzern kontrolliert noch immer etwa 90 Prozent der Teilnehmeranschlussleitung (TAL), das ist der Hausanschluss.

Davon werden zunehmend mehr an Konkurrenten vermietet. Damit mache der Ex-Monopolist "erhebliche Gewinne". Deshalb sei der Anreiz gering, dort weitere Investitionen zu tätigen. Ganz anders sehe es für die Wettbewerber aus. Diese wollten die TAL-Miete einzusparen. Das motiviere dazu, superschnelle Glasfaserleitungen  zu legen, die bis zu den Häusern reichten. Hinzu komme, dass sich die T-Konkurrenz im Gegensatz  zu den Bonnern Investitionen leisten könne, die  erst nach sehr langen Zeiträumen  rentabel würden.

Das WIK zieht daraus die Schlussfolgerung, dass für einen schnellen  Netzausbau den alternativen Carriern vor allem der Zugang zu  attraktiven Ausbaugebieten gewährleistet werden muss. Das bedeutet vor allem, dass es auch in Zukunft eine strikte Kontrolle der Telekom durch die Bundesnetzagentur notwendig ist.  

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