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Wuppertaler Autozulieferer: Delphi bekommt staatliche Bürgschaft

Der Landtag von Nordrhein-Westfalen gibt grünes Licht für eine staatliche Bürgschaft für den angeschlagenen Wuppertaler Autozulieferer Delphi. Einem Bericht zufolge geht es um 125 Millionen Euro.

Düsseldorf. Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat grünes Licht für eine staatliche Bürgschaft für den angeschlagenen Wuppertaler Autozulieferer Delphi gegeben. In einer nicht öffentlichen Sondersitzung des Haushalts- und Finanzausschusses des Düsseldorfer Landtags stimmte das Gremium einem entsprechenden Vorschlag der Landesregierung einstimmig zu. Die Ausschuss-Vorsitzende Anke Brunn (SPD) wollte lediglich den Beschluss ohne Angaben zu Antragsteller und Summe bestätigen.

Nach dpa-Informationen soll der Steuerzahler für 125 Millionen Euro geradestehen. Der Landesanteil soll bei 26 Millionen Euro liegen; den Löwenanteil von 99 Millionen Euro trägt der Bund. Die Bürgschaft sei "eine gute Sache für den Standort Nordrhein-Westfalen" sagte Brunn.

Nach einem Bericht der "Westdeutschen Zeitung" sieht ein Restrukturierungsplan der Delphi Deutschland GmbH vor, an ihrem Hauptsitz Wuppertal 300 von rund 1000 Stellen zu streichen. Insgesamt hat Delphi in Deutschland 4500 Beschäftigte an 19 Standorten. In den USA befindet sich das Unternehmen im Insolvenzverfahren.

Die Finanzkrise hat die Abgeordneten im Finanzausschuss des Parlaments in kurzer Folge bereits zur zweiten Sondersitzung in einer Bürgschaftsangelegenheit gezwungen. Das Gremium hatte zuletzt am Pfingstwochenende einstimmig gebilligt, dass NRW für 150 Millionen der insgesamt 1,5 Milliarden Euro umfassenden Opel-Hilfe von Bund und Ländern bürgt. (dpa)

Datum:  30 | 7 | 2009
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