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21. März 2013

Zypern in der Krise: Rentner und Kirche sollen Zypern retten

 Von 
Die EZB dreht den Geldhahn zu. Foto: dpa

Eine Sonderabgabe auf Bankvermögen hat Zypern abgelehnt - jetzt einigen sich die politischen Parteien auf die Bildung eines Fonds um ihr Land vor dem Staatsbankrott zu retten. Doch der Countdown läuft: Nur noch bis zum 25. März will die EZB Nothilfen an Zypern überweisen.

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Die zyprischen Parteien haben sich am Donnerstag auf die Gründung eines nationalen Solidarfonds zur Krisenbewältigung verständigt. Demnach sollen Sparer, auch die Eigentümer großer Vermögen, an der Bankenrettung nicht beteiligt werden. Vorgesehen ist, den Fonds mit Geld aus Rentenkassen und dem Vermögen der Kirche sowie anderen Institutionen zu bilden. Auch die Goldreserven werden dafür herangezogen. Der Fonds soll 4,8 Milliarden Euro erbringen. Damit fehlt aber immer noch eine Milliarde Euro zu den von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) verlangten 5,8 Milliarden Euro Eigenanteil.

Für den Plan war noch die Zustimmung des Parlaments nötig. Der von der EU geforderte Beitrag von Konteninhabern jedenfalls sei vom Tisch, teilte Parlamentspräsident Yiannakis Omirou mit. EU und IWF müssen der Lösung ebenfalls zustimmen.
Doch zeigt der unabgesprochene Vorstoß Zyperns die wachsende Kluft zur EU. Einer Telefonkonferenz der Euro-Arbeitsgruppe blieb der zyprische Vertreter am Donnerstag fern. Möglicherweise auch aus diesem Grund machten die Euro-Finanzminister deshalb enormen Druck: Sie forderten die Regierung in Zypern auf, „so schnell wie möglich“ ihren Vorschlag für einen Rettungsplan für das finanziell angeschlagene Land vorzulegen. Das teilte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem nach der Telefonkonferenz mit. Die Eurogruppe stehe dann zu einer Diskussion des Entwurfs bereit.

Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) dem Land eine Frist bis Montag gesetzt, um eine Lösung für seine Finanzkrise aufzuzeigen. Ansonsten würde die EZB den Banken kein weiteres Geld zur Verfügung stellen. Das käme einer Staatspleite Zyperns gleich. Zyperns Banken sind bislang bis Dienstag geschlossen.

Die Bundesregierung reagierte zurückhaltend auf den zyprischen Plan. Entscheidend sei, die Schuldentragfähigkeit des Landes zu erreichen und die Risiken des überdimensionierten Bankensektors zu senken, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums.

Woher der fehlende Betrag bis zur Höhe der 5,8 Milliarden Euro kommt, blieb zunächst unklar.

Zypern - Alle Bankkunden in der Pflicht?

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