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Nachrichten aus Wissenschaft und Bildung

19. Februar 2013

3d-Drucker: Designer kündigen Haus aus 3D-Drucker an

 Von Alice Ahlers
Bitte nicht stolpern.  Foto: Softkill Design

Im Gespräch sind sie schon lange - die alles druckenden 3D-Drucker. In der Praxis wollen Londoner Designer nun ein Mammut-Projekt wagen und ein Haus drucken. Wer darin wohnen will darf nur eines nicht haben - Angst vor Spinnen und Spinnweben.

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3D-Drucker sollen den Weltmarkt der Zukunft verändern. Statt in einen Laden zu gehen, druckt man sich sein neues Handy, die High-Heels oder die Kaffeetasse einfach zu Hause aus. So stellen sich Visionäre der 3-D-Technologie das zumindest vor.  Und sie denken dabei sogar noch größer. Englische Designer kündigen jetzt an, im kommenden Sommer das erste Fertighaus zu präsentieren, das aus dem Drucker kommt.  

Das sogenannte ProtoHouse sieht aus wie ein Gebäude aus Spinnenweben. Es besteht aus spindeldürren, netzartigen Strukturen. Sie basierten auf einem Algorithmus, der dem Wachsen von menschlichen Knochen nachempfunden sei, berichten die Mitarbeiter des Londoner Design-Büros Softkill.  Die Plastik-Teile des organischen Baus passen zusammen wie Klettverschlüsse. Weder Schweißen noch Schrauben sind nötig.

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Leben wie in einer Phantasiewelt.
Leben wie in einer Phantasiewelt.
 Foto: Softkill Design

Beim 3-D-Druck werden die Objekte Schicht für Schicht aufgebaut. Je dünner die Schichten, desto höher die Qualität. Die für die Herstellung nötigen Geräte gibt es bereits zu kaufen. Mit einigen kann man zum Beispiel  Gegenstände mit einem Durchmesser von bis zu 32 Zentimeter drucken.

Die Geräte verwenden dabei meist Kunststoffe in unterschiedlichen Farben. Man kann aber auf diese Weise auch  aus anderen Werkstoffen dreidimensionale Produkte herstellen.

Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) hat ebenfalls schon über die Vorteile dieser Technologie nachgedacht. Für Astronauten wäre es tatsächlich praktisch sich ihre Basis direkt vor Ort auf dem Mond oder Mars aufzubauen - beziehungsweise auszudrucken.

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