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Airbus A300 Zero-G: Erste Pirouetten in der Schwerelosigkeit

Es muss ein tolles Gefühl sein zu schweben. Um das zu erleben, muss man nicht in den Weltraum fliegen. Ein parabelförmiger Sturzflug macht es möglich.

Neben Wissenschaftlern nahmen auch Prominente aus der Wirtschaft, Sport und Unterhaltung an dem Flug teil.
Neben Wissenschaftlern nahmen auch Prominente aus der Wirtschaft, Sport und Unterhaltung an dem Flug teil.
Foto: ddp

Köln. In einem Airbus A300 Zero-G hat der Bundeswehr- Hauptmann Oliver Knickel, Teilnehmer der simulierten Marsmission in Moskau, seine ersten Pirouetten in der Schwerelosigkeit gedreht.

Der 29-Jährige schwebte am Sonntag beim 14. Parabelflug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) neben dem Astronauten Thomas Reiter.

Beim parabelförmigen Sturzflug des Airbus gleichen sich alle Kräfte aus, so dass im Inneren der Maschine für rund 20 Sekunden Schwerelosigkeit entsteht. "Es ist ein tolles Erlebnis", sagte Knickel anschließend. Er hatte von März bis Juli 105 Tage lang in Moskau in einen nachgebauten Raumschiff auf dem Boden einen Flug zum Mars simuliert.

Einen Einstieg in die Raumfahrt schließt Knickel für die Zeit nach seiner Bundeswehr-Verpflichtung nicht aus: "Es ist auf jeden Fall etwas, was ich gerne machen würde."

Neben Wissenschaftlern nahmen auch Prominente aus der Wirtschaft, Sport und Unterhaltung an dem Flug teil. Damit sollten Ideen und Faszination der Raumfahrt breiter in die Gesellschaft getragen werden. Frank Asbeck, Vorstandschef der Solarworld AG, verglich die Parabel mit einer Krise, in der erst alles sehr schwer wird, bevor es wieder aufwärts geht. Zur Beschreibung des Fluges selbst suchte er gar nicht nach eigenen Worten: "Meine Kinder würden sagen: "affengeil"."

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, würde begrüßen, wenn möglichst viele Menschen die Gelegenheit zu einem solchen Flug hätten. "Man kann es sich nicht vorstellen, man muss es erleben." Auch BMW-Vorstandsmitglied Klaus Draeger sieht den Flug als "ganz besondere Erfahrung". Und der Radsportler und Paralympic-Sieger Wolfgang Sacher, der als erster deutscher Behindertensportler mitflog, findet: "Ein Feeling entsteht beim Radfahren auch - aber das ist was ganz Besonderes." Von seiner Flugangst sei jedenfalls auf dem Parabelflug nichts übrig geblieben.

Mit an Bord war auch Thomas Reiter, Astronaut und DLR- Vorstandsmitglied, der insgesamt rund ein Jahr im All verbracht hat - trotzdem habe er noch Spaß an der Schwerelosigkeit, gesteht er. (dpa)

Datum:  21 | 9 | 2009
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