Warschau. Das Grab und die Gebeine des legendären Astronomen Nikolaus Kopernikus sind nach Angaben polnischer und schwedischer Wissenschaftler identifiziert. Ein Vergleich von DNA und Schädelstruktur lasse eindeutig auf das Grab in einer Kirche in Frombork (Frauenburg) in Polen schließen, erklärten der polnische Archäologe Jerzy Gassowski und die schwedische DNA-Expertin Marie Allen am Donnerstag in Warschau.
Der Astronom des 16. Jahrhunderts stellte fest, dass nicht die Erde, sondern die Sonne das Zentrum des Universums bildet. Damit leitete er die Abkehr vom erdzentrierten Weltbild der Kirche ein.
Seine Erkenntnisse zum heliozentrischen Weltbild veröffentlichte er wohl aus Angst vor dem Spott von Kollegen und Kirche erst kurz vor seinem Tod. Kopernikus war nicht der erste Forscher in der Gesichte, der das geozentrische Weltbild infrage stellte. Die breite Akzeptanz dieser neuen Idee in Europa wird jedoch ihm zu Gute geschrieben.
Die Forscher verglichen die DNA des in der Kirche gefundenen Skeletts mit der eines Haars aus einem Buch Kopernikus', das im Besitz der schwedischen Universität Uppsala ist. Auch die Rekonstruktion der der Schädelteile zeige bemerkenswerten Ähnlichkeiten mit Bildern von Kopernikus, erklärten die Forscher. (ap)
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