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18. Dezember 2012

Arteriosklerose: Mit Rotwein wird alles gut

 Von Joachim Czichos
Rotwein macht Fleisch veträglicher.  Foto: dpa/Archiv

Die in Rotwein enthaltenen Polyphenole machen Fleischgerichte weniger schädlich. Das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken, sinkt durch den maßvollen Weinkonsum deutlich.

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Wer häufig  Fleisch isst, hat ein erhöhtes Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken. Ein Glas Rotwein zum Essen, scheint diese Gefahr jedoch zu verringern. Die im Wein enthaltenen Polyphenole wirken als Antioxidantien. Sie verhindern, dass große Mengen der schädlichen Substanz Malondialdehyd ins Blut gelangen, die bei der Verdauung von Fleisch entsteht und die Entstehung von Ablagerungen an den Gefäßwänden begünstigt, schreiben israelische Wissenschaftler im Journal of Functional Foods.

Das Team um Ron Kohena von der University of Jerusalem servierte 14 Männern und Frauen  zunächst vier Tage lang je eine 250-Gramm-Portion gegrilltes dunkles Putenfleisch – und Wasser. Ein Teil der Probanden erhielt eine Woche später gleich große Fleischportionen, zusammen mit einem Glas Rotwein.

Arteriosklerose-Risiko sinkt

Die jeweils drei und sechs Stunden nach den Mahlzeiten  entnommenen Blutproben zeigten: Durch den Weinkonsum beim Essen verringerte sich der Anstieg des Gehalts an Malondialdehyd (MDA) im Blut um 40 Prozent. MDA entsteht im Magen bei der Fleischverdauung, hauptsächlich durch den Abbau mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Nach Übertritt ins Blut lagert sich die Substanz an LDL-Lipoproteine an. Diese werden dadurch möglicherweise so verändert, dass sie Ablagerungen bilden, die zu einer Verkalkung von Blutgefäßen führen können.

Die Konzentration an MDA-LDL-Verbindungen im Blut stieg einen Tag nach Fleischverzehr ohne Rotwein um 27 Prozent an und war nach der vierten Mahlzeit um 96 Prozent erhöht. Bei gleichzeitigem Weinkonsum blieb dieser Anstieg ganz aus. (wsa)

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