Mit einer neuen „Superlupe“ wollen Kieler Meeresforscher die Bedeutung der Mikroorganismen für Klima und Gesundheit der Ozeane erforschen. Das „konfokale Laserrastermikroskop“ hilft den Wissenschaftlern bei der Untersuchung von Bakterien, einzelligen Algen und Ruderfußkrebsen, wie das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung am Dienstag in Kiel mitteilte. Das 200.000 Euro teure Gerät erzeuge scharfe und detaillierte Bilder von optischen Schnitten durch die Präparate, die zu präzisen dreidimensionalen Darstellungen weiter verarbeitet werden könnten.
Wissenschaftler kennen schon heute die große Bedeutung kleiner organischer Partikel und Organismen für die Nahrungsnetze der Ozeane und den globalen Kohlenstoffkreislauf. „Doch im Detail sind viele der beteiligten Prozesse noch nicht verstanden,“ erklärte Prof. Anja Engel. Das neue Spezialmikroskop solle helfen, das Wissen über diesen Mikrokosmos zu erweitern. Mit ihm können die Präparate mit einer Auflösung von wenigen hundert Nanometern detailliert dreidimensional dargestellt werden. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist 80.000 Nanometer breit. (dpa)
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