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Bericht: Umweltschutz-Branche könnte trotz Krise Job-Motor bleiben

Das Bundesumweltministerium hat einen Bericht veröffentlicht, wonach der Umweltschutz als Jobmotor in der Wirtschaftskrise fungieren könnte.

Berlin. Der Umweltschutz könnte trotz Wirtschaftskrise für Deutschland ein Jobmotor bleiben. "Vieles spricht für ein weiteres Wachstum der Umweltschutzbeschäftigung in den nächsten Jahren - eine fortschrittliche, innovationsorientierte Umweltpolitik vorausgesetzt", heißt es im ersten, von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt erarbeiteten Umweltwirtschaftsbericht.

Danach ist allein durch besseren Klimaschutz und effizienteren Einsatz von Energie bis 2030 mit 800000 zusätzlichen Arbeitsplätzen zu rechnen.

"Klimaschutz nutzt dem Arbeitsmarkt", schreiben die Autoren. Derzeit arbeiten in der Sparte bereits mehr als 1,8 Millionen Beschäftigte, geht aus dem der dpa in Berlin vorliegenden Bericht hervor. Allein zwischen 2004 und 2006 stieg die Zahl der Stellen mit Umweltschutz-Bezug um jährlich 15 Prozent. Die Produktion nahm von 2005 bis 2007 wertmäßig um 27 Prozent zu. Für die Jahre 2007 bis 2009 rechneten die Unternehmen mit einem Mitarbeiterwachstum von 13 Prozent. Umweltschutz zahle sich - entgegen weit verbreiteter Meinung - auch ökonomisch aus.

Die beachtlichen Wachstumsraten belegen laut Bericht "die Rolle der Umwelttechnologie als Jobmotor in Deutschland". Neue Jobs entstünden vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien, durch den boomenden Export von Umweltschutzgütern und bei umweltorientierten Dienstleistungen. Deutschland sei bei Umwelttechnologien mit Weltmarktanteilen zwischen 5 und 30 Prozent international führend.

Besondere Stärken wiesen die heimischen, stark mittelständisch geprägten Firmen bei der nachhaltigen Energiewirtschaft sowie bei der Abfall- und Kreislaufwirtschaft auf. (dpa)

Datum:  16 | 1 | 2009
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