Dresden. In Dresden hat am Mittwoch der Bildungsgipfel von Bund und Ländern begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing flankiert von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (beide CDU) und Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) die 16 Länderchefs.
Bei dem Treffen in einem Gebäude des Chipherstellers AMD sollen zahlreiche Reformvorhaben auf den Weg gebracht werden. Unter anderem geht es um eine bessere Sprachförderung für Migrantenkinder vor der Einschulung, Hilfen für Schulabbrecher und eine Öffnung der Hochschulen für das Studium von Meistern.
Zudem wollen Bund und Länder verabreden, den Hochschulpakt fortzusetzen. Zuvor hatten Mädchen und Jungen Merkel ihre Ideen für die "ideale Schule der Zukunft" vorgestellt. Das Projekt kam mit Unterstützung der "Wissensfabrik" zustande, einem Netzwerk von 67 Unternehmen aus ganz Deutschland. Bei dieser Gelegenheit führten Schüler ein kleines Theaterstück auf, bei denen sie Außerirdischen das deutsche Schulsystem erklärten. Fazit: In der Realität ist noch nicht alles perfekt.
Am Rande des Bildungsgipfels wurde auch Kritik aus der schulischen Praxis laut. "Bildungspolitik wird seit vielen Jahren über die Köpfe der eigentlichen Praktiker hinweg gemacht", sagte Marianne Demmer vom Bundesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Am Nachmittag war eine Demonstration unter dem Titel "Gute Bildung für alle" in der Dresdner Innenstadt geplant. (dpa)
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