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16. August 2011

Bildungsmonitor: Sachsen vorn, Berlin Schlusslicht

Mehr Abiturienten und Akademiker, bessere Betreuung in den Schulen und Kitas - mit dem Bildungssystem in Deutschland geht es aufwärts. 

Die deutsche Hauptstadt Berlin kann bei der Schulbildung nicht glänzen - Deutschland bleibt insgesamt noch hinter Kanada, Finnland und der Schweiz zurück. Dennoch haben sich die Chancen für viele Kinder verbessert.

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Köln –  

Bildung in Deutschland: Alle 16 Bundesländer haben nach dem am Dienstag vorgelegten "Bildungsmonitor 2011" die Chancen für Kinder erneut verbessert. Es gibt aber demnach "beträchtliche" Unterschiede zwischen den Ländern.

Die besten Bildungsstandorte bleiben mit Abstand Sachsen (1), Thüringen (2) und Baden-Württemberg (3). Schlusslicht in dem Bildungsvergleich der Bundesländer bleibt trotz deutlicher Verbesserungen Berlin. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln erstellte die Studie im Auftrag der arbeitgeberfinanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Deutschland nehme unter den Euro-Ländern mit seinem Bildungssystem einen «guten vorderen Platz» ein, sagte Studienleiter Professor Axel Plünnecke. Die internationalen «Top-Staaten» Kanada, Finnland und Schweiz seien aber noch nicht erreicht. Trotz aller Fortschritte müsse weiter gegen Bildungsarmut und für Chancengleichheit gearbeitet werden, forderte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Wichtig ist nach Angaben der Fachleute die Frühförderung in den Kitas, um Kindern bessere Chancen in der Schulen zu geben.

Alle Bundesländer zusammen haben im Vergleich zum ersten Bildungsmonitor 2004 in der Bewertungsskala bis 100 um 21 Punkte auf 70,4 zugelegt. Besonders starke Verbesserungen zum Vorjahr bescheinigt die Studie 2011 den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Berlin, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Mehr Abitur-Abschlüsse, mehr Studenten und Akademiker im erwerbsfähigen Alter - in der «Akademisierung» haben die Bundesländer laut Studie die größten Fortschritte erzielt. Pluspunkte auch in den Schulen: Trotz sinkender Schülerzahlen hätten die Länder keine Lehrerstellen abgebaut. Bezogen auf alle Lehrkräfte habe sich auch die Betreuung an den Hochschulen leicht verbessert.

«Beträchtliche Fortschritte» hätten die Länder beim Thema Integration erzielt. Der Anteil der ausländischen Schulabbrecher sank demnach um 1,2 Prozentpunkte auf 13,8 Prozent, die Zahl der Abiturienten stieg. Große Fortschritte gab es auch beim Ausbau von Fördereinrichtungen. Der Anteil der Grundschüler an Ganztagsschulen stieg laut Studie von 18,9 Prozent auf 21,5 Prozent.

Der «Bildungsmonitor» vergleicht die Bildungssysteme der Bundesländer mittels 111 Kriterien, darunter das Angebot an Ganztagsschulen und Kitas, Quote der Schulabbrecher, Abiturquote und Ingenieurabsolventen. Grundlage sind Daten aus dem Jahr 2009. (dpa)

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